Übersicht Arbeitsmaterial
Eva Schoenke
 
SPRACHDIDAKTIK:
DIDAKTIK SPRACHLICHEN HANDELNS
Zusammenfassungen von Vorlesungsinhalten
(mit unterrichtspraktischen Hinweisen)

  1. Grundlagen - Hauptkompetenzen

  1. Mündliche Sprachhandlungsfähigkeit (produktiv)

  1. Handlungsfähigkeit beim Verfassen schriftlicher Texte: Schreibkompetenz

  1. Handlungsfähigkeit bei der Rezeption mündlich übermittelter Äußerungen und Texte

  1. Handlungsfähigkeit bei der Rezeption schriftlich übermittelter Texte: Lesekompetenz

  1. Die übergeordneten Ziele
    als Ausgangsbasis
    für ein sprachdidaktisches Konzept

  1. Die Textlinguistik
    als zentrale Bezugswissenschaft
    für sprachdidaktische Überlegungen

  1. Didaktische Reduktionen
    sprachdidaktische Transformationen

  1. Fachdidaktische Überlegungen zum mündlichen Sprachhandeln

  1. Fachdidaktische Überlegungen zur Ausweitung der Schreibkompetenz: Aufsatzunterricht

  1. Reflexion über sprachliche Strukturen: Grammatikunterricht

  1. Fachdidaktische Überlegungen
    zur Ausweitung der Lesekompetenz

  1. Fachdidaktische Überlegungen
    zur Unterrichtsorganisation:
    Lernbereichstrennung oder Integration ?

              

Unterrichtspraktische Hinweise

    zur 11. Vorlesung:
    Schreibkompetenz, Aufsatzunterricht,
    allgemeine und texttypspezifische Schreibstrategien

    zur 12. Vorlesung:
    textspezifische Verstehensstrategien -
    Lesekompetenz

    • als Ziel des Sprachunterrichts,
    • als Schlüsselqualifikation für Lernprozesse in anderen Unterrichtsfächern,
    • der "Sonderfall" Mathematik

    zur 13. Vorlesung:
    Unterrichtsorganisation

    Beispiele für integrierte Unterrichtseinheiten:
    • Unterrichtsmodell 5./6. Klasse,
    • Unterrichtsmodell 9./10. Klasse



Systematische Übersichten (Kurzform)

 

 

Vorbemerkungen

Den Vorlesungen liegt ein sprachdidaktisches (im Unterricht erprobtes) Konzept zugrunde (vgl. Schoenke 1991), in das inzwischen Untersuchungsergebnisse der Kognitionswissenschaften integriert wurden. Denn Prozesse der Wissensverarbeitung spielen im sprachlichen Handeln eine wesentliche Rolle, und ohne Vertiefung und Ausweitung des Handlungs-, Sprach- und Sachwissens kann niemand die Fähigkeiten im sprachlichen Handeln verbessern.

Übergeordnetes Ziel des Sprachunterrichts ist die sprachliche Handlungsfähigkeit, und den Kern des hier beschriebenen sprachdidaktischen Konzepts bilden Überlegungen,


Zunächst (1. - 5. Vorlesung) werden hier die übergeordneten Ziele des Sprachunterrichts definiert: die mündliche Sprachhandlungsfähigkeit (produktiv und rezeptiv) und die schriftliche Sprachhandlungsfähigkeit (produktiv/Schreibkompetenz, rezeptiv/Lesekompetenz). Die Voraussetzungen für eine Annäherung an diese Ziele werden genannt.
Von den übergeordneten Zielen und deren Voraussetzungen lässt sich ein sprachdidaktisches Konzept ableiten (6. V.), für das die Textlinguistik als zentrale Bezugswissenschaft geeignet ist (7. V.). Den Unterricht soll diese fachwissenschaftliche "Rahmentheorie" nicht nur über lineare didaktische Reduktionen beeinflussen, sondern besonders über sprachdidaktische Transformationen. Bezugspunkte für Transformationen sind (außer der Linguistik) die übergeordneten Ziele und die durch die Lerngruppe gegebenen Bedingungen (8. V.).
Diese drei Vorlesungen (6. - 8. V.) vermitteln zwischen den übergeordneten Zielen und den sprachdidaktischen Überlegungen zu den einzelnen Lernbereichen (9. - 13. V.).

Die Ausgangserklärungen zur sprachlichen Handlungsfähigkeit (1. - 5. V.) sollten allgemein gültig sein; die sprachdidaktischen Überlegungen (9. - 13. V.) beziehen sich vor allem auf den primärsprachlichen Unterricht mit dem Schwerpunkt Klasse 5-10, teilweise auch auf die angrenzenden Schulstufen. Für den DaF-Unterricht sollten diese didaktischen Überlegungen ergänzt und an einigen Stellen auch verändert werden.
Obgleich die sprachliche Handlungsfähigkeit auch auf Literaturdidaktik zu beziehen ist, kann die Rezeption poetischer Texte nicht auf Handlungsaspekte allein reduziert werden und wird daher hier weitgehend ausgegrenzt.

Die (notwendige) fachwissenschaftliche Fundierung und Absicherung der fachdidaktischen Überlegungen soll hier nicht deren Übersichtlichkeit beeinträchtigen. Daher werden linguistische Erklärungen und Begründungen nicht direkt in den Text integriert, sondern über Links (auf sprachwissenschaftliche Interneteintragungen) zugänglich gemacht. Man kann durch Aktivierung dieser Links einen schnellen Zugriff zu den Stellen erhalten, an denen einzelne Begriffe oder Bereiche genauer erklärt werden. (Bei Bedarf lassen sich durch Betätigung weiterer Links die linguistischen Kenntnisse ausdehnen und vertiefen.) Über die Zurück-Taste (back) erreicht man wieder den Ausgangspunkt. Der Zugriff zum fachwissenschaftlichen Bezugswissen wird also durch die Benutzer/innen selbst gesteuert.
Sichere linguistische Kenntnisse können kreative didaktische Transformationen und damit sinnvolles flexibles Eingehen auf Schüleraktivitäten (auch in nicht erwarteten Unterrichtssituationen) wesentlich erleichtern.

An einigen Stellen der sprachdidaktischen Überlegungen führen Links zu unterrichtspraktischen Hinweisen (mit erprobten Beispielen). Das geschieht besonders dann, wenn scheinbar widersprüchliche Vorgehensweisen als sinnvoll und effizient verdeutlicht werden sollen, z. B.

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