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Eva Schoenke

Gesprächslinguistik - Glossar

(wird noch ergänzt)

     
Dialoganalyse Dialogforschung Dialoggrammatik
Dialogsyntax Diskurs Diskursanalyse
Gespräch Gesprächsakt Gesprächsanalyse
Gesprächsbeendigung Gesprächseröffnung Gesprächsgliederungssignal
Gesprächshandlung Gesprächslinguistik Gesprächsmitte
Gesprächsphasen Gesprächsschritt (turn) Gesprächssequenz
Gesprächsstruktur Gesprächsthema Kernphase (des Gesprächs)
Konversationsanalyse Konversationsimplikatur Konversationsmaximen
Kooperationsprinzip Sprecherwechsel (turn-taking)
Literatur    
     

Dialoganalyse

Gesprächsanalyse

Dialogforschung

Untersuchungsbereich, in dem versucht wird, Strukturen, Typen, Inhalte und Funktionen von Dialogen zu beschreiben
Die gegenwärtige Dialogforschung basiert z. T. auf der Analyse einzelner Sprechakte und der (jeweils angenommenen) Intention der Sprecher, z. T. auf anderen (z. B. streng empirischen, induktiv vorgehenden ethnomethodologischen) Untersuchungen. Nach Franke stehen sich vor allem zwei grundsätzlich unterschiedliche Positionen gegenüber, auf der einen Seite die Vertreter eines deskriptiv empirischen "performanzorientierten" Konzepts (mit induktivem Vorgehen), auf der anderen Seite die Vertreter eines (sich auf die generative Linguistik beziehenden) "kompetenzorientierten" Konzepts, die einen Regelapparat für die Erzeugung von Sprechakttypen voraussetzen (Franke 1993: 136 ff).
Motsch vertritt eine modulare Kompetenztheorie, für ihn bildet die Kenntnis von Sprechakten ein autonomes System (Motsch 1984: 100); ein Text besteht danach aus miteinander verknüpften Illokutionen, denen nach Motsch in der Syntax die unterschiedlichen Satzmodi entsprechen (102 ff). Für Weigand, die sich kritisch mit der Sprechakttheorie auseinandersetzt, sind die zentralen Einheiten einer Dialoganalyse nicht isolierte Sprechakte, sondern die Sequenzen der Dialogpartner aus Illokution (als initiativer Sprachhandlung) und Perlokution (als reagierender Sprachhandlung) (Weigand 1989: 8 ff).
Bei der Entwicklung eines "dialoggrammatischen" Konzepts werden (in Anlehnung an die generative Grammatik) Regeln angenommen, durch die sich Typen von Sprechaktsequenzen in Dialogen beschreiben lassen (Hundsnurscher 1980).

Dialoggrammatik, Sprechakt, sprachliches Handeln, Gesprächsanalyse

Dialoggrammatik

kompetenzorientiertes Konzept in der Dialogforschung, nach dem authentische Dialoge als Realisierungen systematisch erfassbarer Dialogtypen verstanden werden
Die Dialoggrammatik (bzw. Gesprächssyntax) wird auf der Grundlage der Sprechakttheorie entwickelt und ist am Kompetenzbegriff der generativen Linguistik orientiert (Hundsnurscher 1980). Danach verfügen die Sprachverwender im Bereich ihrer kommunikativen Kompetenz über einen Regelapparat, der sie befähigt, Sprechakte zu "wohlgeformten" Dialogen zu verknüpfen, die Realisierungen von bestimmten (systematisch erfassbaren) Dialogtypen darstellen (z. B. von Streitdialogen, Beratungsdialogen). Im Mittelpunkt der Untersuchungen der Dialoggrammatik steht daher die Klassifizierung von Dialogtypen.

Dialogforschung, Sprechakt, Gesprächsanalyse

Dialogsyntax

Funktion und Zusammenspiel von Sprachzeichen im Aufbau und in der Organisation des Dialogs
Für Weinrich, der in seiner Textgrammatik sprachstrukturelle Phänomene auf den verschiedenen sprachlichen Ebenen von textuellen Zusammenhängen ableitet, ist dialogisches Sprechen "prototypisch für den Gebrauch der Sprache in mündlichen Sprachspielen" (Weinrich 1993: 819).
In der Syntax des Dialogs unterscheidet Weinrich Sprachzeichen
  • des Dialogkontakts (819 ff),
  • der Affirmation und Negation (861 ff),
  • der Frage und Antwort (878 ff),
  • der Redewiedergabe (895 ff).

Textgrammatik, Dialoggrammatik, Gespräch, Gesprächsanalyse

Diskurs (textlinguistisch)

  1. Gespräch, dialogischer mündlicher Text
  2. auch: synonyme Verwendung der Begriffe Text und Diskurs

Text, Gespräch, Gesprächsanalyse

Diskursanalyse

Gesprächsanalyse, Dialogforschung

Gespräch

mündlicher Text, an dessen Entstehung mindestens zwei Personen beteiligt sind, die wechselseitig die Rollen von Sprecher und Hörer übernehmen
"'Gespräch' ist eine begrenzte Folge von sprachlichen Äußerungen, die dialogisch ausgerichtet ist und eine thematische Orientierung aufweist." (Brinker/Sager 1989: 11)
Die Gesprächsteilnehmer befinden sich in direktem Kontakt (face-to-face oder Telefon); Korrekturen können daher gleich vorgenommen, Missverständnisse sofort ausgeräumt werden. Außer über verbale Äußerungen erfolgt die Verständigung auch paraverbal (z. B. durch Tonfall, Akzentuierung, Pausen u. ä.) und nichtverbal (z. B. mimisch, gestisch, über Blickkontakte). In Gesprächen stellen situationsdeiktische Ausdrücke (Exophora) häufig den Bezug zur Verwendungssituation her (z. B. hier, jetzt, wir).
Bei der Produktion von Gesprächstexten greifen - besonders bei schnellem Sprecherwechsel - Prozesse der rezeptiven Sprachverarbeitung und der Sprachproduktion ineinander. Lexikalisierungen und syntaktische Strukturierungen werden spontan vorgenommen, Formulierungen häufig (z. T. noch während des Sprechens) korrigiert (vgl. Antos 1982: 187 f).

Gesprächsanalyse, situationsdeiktische Ausdrücke, Exophora

Gesprächsakt

kleinste Gesprächseinheit der Gesprächsanalyse: Sprechaktsequenz mit spezifischer Funktion in der Kommunikation (mit sprachlichen, sprachbegleitenden und nichtsprachlichen Anteilen)
In der Gesprächsanalyse werden Gesprächsakt und Gesprächshandlung häufig unterschieden. Danach sind Gesprächsakte "sprachliche und gestisch-mimische  m i n i m a l - k o m m u n i k a t i v e G e s p r ä c h s e i n h e i t e n,  die innerhalb eines Gesprächs einen handlungsplanmäßigen, auf jeden Fall spezifischen Stellenwert haben" (Henne/Rehbock 1979: 182). "Sprechakte können nunmehr als der spezifisch sprachliche (verbale und prosodische) Teil von Gesprächsakten gelten." (182)
Henne/Rehbock unterscheiden strukturierende von thematischen Gesprächsakten:
  • strukturierende Gesprächsakte haben die Aufgabe, Gesprächsschritte zu gliedern (182 ff), Gesprächsteilphasen aus Hauptphasen auszugliedern (187);
  • thematische Gesprächsakte beziehen sich auf Inhalte von Gesprächen (185).

Gesprächsanalyse, Gesprächshandlung, Gesprächssequenz, Gesprächsschritt

Gesprächsanalyse

empirisch fundierte Forschungsrichtung, in der (mündliche) Texte untersucht werden, an deren Entstehung mehrere Personen beteiligt sind und bei denen die Sprecher-Hörer-Rollen wechseln; auch: Diskursanalyse
In der Gesprächsanalyse wird systematisch sprachliches Handeln in authentischen Gesprächen untersucht und beschrieben. Oft wird die Gesprächsanalyse als Teilbereich in die Textlinguistik eingeordnet; häufig werden jedoch auch Gesprächsanalyse und Textanalyse (Untersuchung schriftlich übermittelter Texte) als unterschiedliche Teilbereiche der Linguistik angesehen (vgl. Brinker/Sager 1989: 7).
In Gesprächsanalysen werden (vor allem auf der Grundlage der Sprechakttheorie und der Konversationsanalyse) authentische (aufgezeichnete) Gespräche analysiert; dabei werden die Aktivitäten der Beteiligten und Merkmale von Gesprächsstrukturen (auf verschiedenen Ebenen) beschrieben. Die Sequenzierung folgt bei der Gesprächsanalyse häufig anderen Kriterien als bei der Untersuchung schriftlicher Texte; sprachbegleitende und nichtsprachliche Mittel werden z. T. berücksichtigt. Besonders gründlich wurden bisher Telefongespräche untersucht. (Durch weitgehende Formalisierungen und die mögliche Konzentration auf die verbale (und paraverbale) Kommunikation wird die Analyse von Telefongesprächen erleichtert.)
Untersuchungen einzelner Sprechakte werden in Gesprächsanalysen ausgeweitet zu Analysen von Sprechaktsequenzen (mit korrespondierenden Sprechhandlungen, z. B. beschuldigen - sich rechtfertigen/sich entschuldigen).
Henne/Rehbock gehen davon aus, dass die "Kategorie Gespräch [. . .] als grundlegend für jede Form menschlicher Gesellschaft [. . .]" anzusehen ist (Henne/Rehbock 1979: 7). "Die Grundeinheit sprachlicher Kommunikation ist Anrede und Erwiderung, oder einfacher ausgedrückt: Die Grundeinheit sprachlicher Kommunikation ist das Gespräch." (18) Als das "hervorstechende Merkmal" von Gesprächen stellen Henne/Rehbock die Wechselbeziehungen zwischen Sprecher und Hörer, von Themeninitiierung und Themenakzeptierung fest (14); Henne/Rehbock fordern, die Sprechakttheorie durch eine "Hörverstehensakttheorie" zu ergänzen (17).
Die von Henne/Rehbock entwickelte Systematik von Analysekategorien für die Gesprächsanalyse betrifft
  • die Makroebene von Gesprächen (z. B. Gesprächseröffnung, Gesprächsbeendigung, Gesprächsmitte),
  • die mittlere Ebene (z. B. Sprecherwechsel, Gesprächsschritt und -sequenz),
  • die Mikroebene, sprechaktinterne Elemente (die syntaktische, lexikalische, prosodische Struktur) (2O).

Textlinguistik - Glossar: Sprechakttheorie; Konversationsanalyse, Gesprächsphasen, Sprecherwechsel, Dialogforschung, Kooperationsprinzip, Konversationsimplikatur, Konversationsmaximen

Gesprächsbeendigung

Phase der Makroebene eines Gesprächstextes mit Hinweis auf die Abgeschlossenheit des Gesprächsthemas
In der Regel wird in der Phase der Gesprächsbeendigung ein Beendigungsangebot gemacht, wird eine "Beendigungungsinitiative" ergriffen (Henne/Rehbock 1979: 22); im allgemeinen wird daraufhin vom Gesprächspartner eine "Beendigungszustimmung" (168) erteilt, es kann jedoch durch Vereinbarung auch ein Aufschub der Gesprächsbeendigung erreicht werden. Im Schlussteil eines Gesprächs werden so metakommunikative Äußerungen formuliert, bevor das Gespräch endgültig durch Grußformeln abgeschlossen wird (Ausnahme: abrupter Abbruch eines Gesprächs).
Brinker/Sager nennen als zweigliedrige Sequenztypen, die für Beendigungsphasen (bei Telefongesprächen) charakteristisch sind, die Resümeesequenz, die Danksequenz, die Wunschsequenz, die Verabschiedungssequenz (Brinker/Sager 1989: 99).

Gesprächsanalyse, Gesprächsphasen

Gesprächseröffnung

Phase der Makroebene eines Gesprächstextes, in der der Kontakt zwischen den Gesprächspartnern hergestellt und die Gesprächssituation definiert wird
Nach Henne/Rehbock ist die Gesprächseröffnung "diejenige Phase eines Gesprächs [. . .] , in der die Gesprächspartner eine wechselseitig akzeptierte Situationsdefinition hinsichtlich ihrer  s o z i a l e n  B  e z i e h u n g e n  als Gesprächspartner erreichen" (Henne/Rehbock 1979: 21). "Solche Gesprächsphasen wie die einer Gesprächseröffnung werden konstituiert durch kooperative sprachliche Handlungen der Gesprächspartner." (173)
Heinemann/Viehweger fassen zusammen, dass zur Gesprächseröffnung außer sprachlichen Handlungen zur Kontaktaufnahme (z. B. Begrüßung, Anrede) und zur Situationsdefinition besonders metakommunikative Sprachhandlungen gehören (z. B. die Verständigung über "konstitutive Sprecherintentionen", über "Kommunikationsschemata" und über die "Interaktionsmodalität") (Heinemann/ Viehweger 1991: 183).
Die Eröffnungssequenzen bei Telefongesprächen sind weitgehend ritualisiert. Brinker/Sager führen als Beispiele dafür an:
  • Identifikation - Gegenidentifikation,
  • Gruß - Gegengruß,
  • Frage nach dem Wohlergehen - Dank (Brinker/Sager 1989: 95).
Den Übergang zwischen der Gesprächseröffnung und der Phase der Zielrealisierung (Gesprächsmitte, Kernphase) bildet im allgemeinen die Festlegung bzw. Regelung thematisch/inhaltlicher Schwerpunkte. In Telefongesprächen ist nach Brinker/Sager auch der Übergang von der Eröffnungs- zur Kernphase oft ritualisiert (95 f); hier wird häufig eine Situationsbeschreibung mit der Ankündigung und Formulierung des Gesprächsthemas verbunden (Beispiel: Bei mir ist eine Frage aufgetaucht; es geht um folgendes: . . . ).

Gesprächsanalyse, Gesprächsphasen

Gesprächsgliederungssignal

Signal, das von der Sprecher- oder der Hörerseite aus ein Gespräch bzw. Gesprächsschritte strukturiert
Gesprächsgliedernde Signale sind selten rein sprachliche Einheiten; oft werden sie durch sprachbegleitende Mittel unterstützt, durch nichtsprachliche Zeichen ergänzt oder auch ersetzt. Verbale Gesprächsgliederungssignale können in unterschiedlicher Weise verwendet werden, z. B. in Satzform (bei metakommunikativen Äußerungen), als lexikalische Elemente, als Partikeln.
Sprecher verwenden Gesprächsgliederungssignale sowohl zur Eröffnung als auch zum Abschluss ihrer Beiträge (z. B. nicht wahr, gell). Als "bestätigungsheischende und informationsverstärkende Partikeln" übernehmen diese Signale nach Henne/Rehbock mehrere Funktionen, sie "gliedern den Gesprächsschritt im Sinne des Sprechers, verstärken den Inhalt und bereiten den Sprecherwechsel vor" (Henne/Rehbock 1979: 26).
Statt als Schluss-Signal zu dienen (die Beendigung des eigenen Gesprächsbeitrags anzeigend, Kontakt (wieder) herstellend, den Sprecherwechsel initiierend), können die gleichen sprachlichen Mittel manchmal auch als Einleitungssignale verwendet werden (z. B. ja) (vgl. Brinker/Sager 1989: 66). Bestimmte kurze Sätze dagegen können gesprächsgliedernd nur als Einleitungssignale fungieren (z. B. ich denke, . . . , ich meine, . . . ).
Auch Pausen (Vorzäsuren oder Nachzäsuren) können von der Sprecherseite aus als gesprächsgliedernde Signale eingesetzt werden.
Von der Hörerseite aus dienen Gesprächsgliederungssignale oft der Rückkoppelung, z. B. durch Kopfnicken, Kopfschütteln (Verwendung nichtsprachlicher Zeichen), Nachformulieren eines Satzes mit fragendem oder ironischem Tonfall (Unterstützung durch sprachbegleitende Mittel). Als sprachliche Gesprächsgliederungssignale können lexikalische Elemente (z. B. richtig, genau) zur Rückmeldung verwendet werden, aber auch das Formulieren (bzw. Nachformulieren) ganzer Sätze (Duncan 1974: 166).

Gesprächsanalyse, Gesprächsschritt, Sprecherwechsel, Kooperationsprinzip, Konversationsmaximen

Gesprächshandlung

Phase im Gespräch, die durch kooperative sprachliche Handlungen der Gesprächspartner konstituiert wird
In der Gesprächsanalyse von Henne/Rehbock werden Gesprächshandlung und Gesprächsakt unterschieden. Nach Henne/Rehbock ist eine Gesprächshandlung "die oberste Interaktionseinheit der mittleren Analyseebene: Eine Gesprächshandlung ist ein situativ und thematisch bestimmtes  k o o p e r a t i v e s  H a n d l u n g s g e f ü g e,  das jeweils eine spezifische Station des Gesprächsverlaufs darstellt" (Henne/Rehbock 1979: 173).
    "Gesprächshandlungen als kooperative Gefüge, die durch situative und thematische Merkmale auszugliedern sind, können einerseits auf der Ebene der Gesprächsschritte und andererseits auf der Ebene sprachlicher Akte ('Sprechakte') näher bestimmt werden." (174)

Gesprächsanalyse, Gesprächsakt, Gesprächsschritt, Gesprächssequenz

Gesprächslinguistik

Teildisziplin der modernen Sprachwissenschaft, deren Untersuchungsobjekte Texte der mündlichen Kommunikation sind, an deren sprachlicher Realisierung mehrere Personen direkt beteiligt sind
Zu Beginn der textlinguistischen Entwicklung wurde betont, dass sowohl das Gespräch als auch der schriftlich übermittelte Text Gegenstand textlinguistischer Untersuchungen sei. Seit den 80er Jahren entwickelte sich die Gesprächslinguistik jedoch zu einer relativ selbstständigen Teildisziplin (vgl. Brinker/Sager 1989).
Die theoretische und methodische Abgrenzung der Gesprächslinguistik lässt sich u. a. auf das zeitliche und räumliche Zusammenfallen der Produktions- mit der Rezeptionssituation (im Gegensatz zur schriftlichen Kommunikation) zurückführen und auf die dadurch bedingte Notwendigkeit, im Zusammenhang mit der sprachlichen auch die nichtsprachliche Kommunikation zu untersuchen sowie paralinguistische Begleitphänomene, sprachbegleitende Mittel, z. B. Satzakzentverschiebungen, Tonstärkenkurven, Tonhöhenverläufe, Sprechpausen.
    "Das Gespräch ist [. . .] der gesamte situativ konstituierte Kommunikationsprozess, in dem eine Vielfalt von verbalen und nonverbalen Akten von den beteiligten Partnern realisiert wird." (Brinker / Antos / Heinemann / Sager 2000 b: XVII)

Gesprächsanalyse

Gesprächsmitte

Phase der Makroebene eines Gesprächstextes, in der das Gesprächsthema inhaltlich entfaltet und das Hauptziel des Gesprächs realisiert wird; auch: Kernphase
Die Gesprächsmitte (Henne/Rehbock 1979: 2O) wird durch die Phasen der Texteröffnung und der Textbeendigung begrenzt. In der Überleitung von der Texteröffnung zur Textmitte wird im allgemeinen das Gesprächsthema festgelegt.
  • Nach Henne/Rehbock werden in der Gesprächsmitte das Hauptthema eines Gesprächs und die Subthemen entwickelt (2O).
  • Nach Heinemann/Viehweger ist die Gesprächsmitte die "Phase der Zielrealisierung" (Heinemann/ Viehweger 1991: 183).
  • Brinker/Sager fassen den Inhalts- und Handlungsaspekt zusammen:
    "In der Kernphase werden Kommunikationsgegenstände (die Gesprächsthemen) abgehandelt und Gesprächsziele verfolgt." (Brinker/Sager 1989: 94)

Die Gesprächsmitte bzw. Kernphase eines Gesprächs ist in ihrem Ablauf nicht so strikt festgelegt, ritualisiert wie die Eröffnungs- und die Beendigungsphase eines Gesprächs. "Kernphasen sind in der Regel nicht nur weitaus komplexer strukturiert, sondern auch in einem viel höheren Maße offen für individuelle Gestaltungsmöglichkeiten." (Brinker/Sager 1989: 94) Kernphasen zeigen jedoch nach Brinker/Sager "spezifische, typbedingte Ablaufstrukturen" (103) und können auf zwei Ebenen beschrieben werden:
  • auf der thematischen Ebene (thematische Abschnitte: oft Subthemen eines übergeordneten Themas),
  • auf der Handlungsebene (Realisierung von Teilzielen, den Gesprächstypen entsprechende spezifische Handlungspläne) (103 ff).

Gesprächsanalyse, Gesprächsphasen, Gesprächsthema

Gesprächsphasen

voneinander abgrenzbare Abschnitte in einem Gespräch
Als Hauptphasen in einem Gespräch gelten
  • Gesprächseröffnung,
  • Gesprächsmitte oder Kernphase,
  • Gesprächsbeendigung.
"Gesprächsphasen sind, relativ zu Gesprächsbereich und Gesprächstyp, spezifische Verlaufsformen eines Gesprächs." (Henne/Rehbock 1979: 186)
Innerhalb der Hauptphasen lassen sich (z. B. bei Themenwechsel oder Veränderung der Situationsbedingungen) vielfach Gesprächsteilphasen ausgliedern, die durch strukturierende Gesprächsakte eingeleitet werden (186 f).

Gesprächsanalyse, Gesprächssequenz, Gesprächseröffnung, Gesprächsmitte, Gesprächsbeendigung, Gesprächssequenz, Gesprächsakt

Gesprächsschritt  (turn)

Äußerungseinheit in einem Gesprächstext (auf der mittleren Ebene der Gesprächsanalyse), meist begrenzt durch Sprecherwechsel
Der Gesprächsschritt gilt in der Gesprächsanalyse als elementare Einheit.
    "Als Grundeinheit des Gesprächs ist der Gesprächsschritt zu betrachten; die komplexen Einheiten ´Gesprächssequenz´ und ´Gesprächsphase´ lassen sich als spezifische Abfolgen bzw. Kombinationen von Gesprächsschritten charakterisieren." (Brinker/Sager 1989: 55)
Hinsichtlich der Verknüpftheit von Gesprächsschritten unterscheiden Brinker/ Sager
  • die grammatische Verknüpfung (z. B. durch Wiederaufnahme),
  • die thematische Verknüpfung (72 ff).
"Gesprächsschritte sind kommunikative Handlungen, die durch sprachliche und/oder nichtsprachliche Kommunikationsmittel vollzogen werden." (63)
Der Umfang von Gesprächsschritten ist sehr unterschiedlich (von einzelnen Wörtern bis zu mehreren Sätzen) (Henne/Rehbock 1979: 174). Bei dem Wechsel von Gesprächsschritten unterscheiden Henne/Rehbock
  • Wechsel nach Unterbrechung,
  • glatter Wechsel (fugenlos, überlappend, zäsuriert durch Wechselsignal),
  • Wechsel nach Pause (254).
Die Pause kann auch durch einen neuen Gesprächsschritt des bisherigen Sprechers beendet werden oder bei andauerndem Schweigen aller Beteiligten das Gespräch abschließen (195).
Das Feststellen der Häufigkeit und des Umfangs einzelner Gesprächsschritte ermöglicht Untersuchungen von Interaktionsstrukturen (217 f).

Gesprächsanalyse, Sprecherwechsel, Gesprächssequenz, Gesprächsphasen

Gesprächssequenz

Einheit eines Gesprächs, die sich aus einander bedingenden Gesprächsschritten zusammensetzt
Mit dem Begriff Gesprächssequenz werden meist Paarsequenzen bezeichnet, in denen der erste Gesprächsschritt initiierend fungiert und der folgende ein (den Konventionen entsprechender, erwartbarer) Gesprächsschritt ist, bei dem aus möglichen Alternativen ausgewählt wird (z. B. fragen - antworten/Gegenfrage stellen, beschuldigen - sich entschuldigen/sich rechtfertigen).
    "Unter dem Begriff Gesprächssequenz werden diejenigen Gesprächsschritte mehrerer Gesprächspartner zu funktionellen Einheiten zusammengefasst, für die die Eigenschaft der ´bedingten Erwartbarkeit´ [. . .] gelten soll [. . .]." (Henne/Rehbock 1979: 24)
    "Der Begriff der Gesprächssequenz bezieht sich weder auf die grammatische noch auf die thematische Gesprächsschritt-Verknüpfung; er ist vielmehr ausschließlich kommunikativ-funktional definiert: Eine Folge von mindestens zwei Gesprächsschritten verschiedener Sprecher konstituiert einen spezifischen Handlungszusammenhang, [. . .]." (Brinker/Sager 1989: 78)

Gesprächsanalyse, Gesprächsschritt, Sprecherwechsel, Gesprächsakt

Gesprächsstruktur

Gesamtstruktur eines Gesprächs; Gefüge funktional zusammengehörender Gesprächseinheiten
Die globale Struktur eines Gesprächs wird in der Regel durch die Gesprächsphasen gebildet (Gesprächseröffnung, Gesprächsmitte bzw. Kernphase, Gesprächsbeendigung); die Gesprächsphasen setzen sich aus Gesprächssequenzen zusammen; diese bestehen aus den elementaren Einheiten eines Dialogs, den Gesprächsschritten. Zwischen diesen Strukturelementen bestehen Beziehungen, durch die der ´Sinn´ eines Gesprächs als Ziel der kommunikativen Handlungen entwickelt wird.
    "Die Gesprächsstruktur wird aufgefasst als Gefüge von Relationen, die zwischen den Gesprächsbeiträgen als den unmittelbaren Strukturelementen des Gesprächs bestehen und die den inneren Zusammenhang, die Kohärenz des Gesprächs bewirken." (Brinker/Sager 1989: 55)

Gesprächsanalyse, Gesprächsphasen, Sprecherwechsel, Gesprächsschritt, Gesprächssequenz, Gesprächsthema

Gesprächsthema

Zentrum des Gesprächsinhalts in Abhängigkeit von der Funktion des gesamten Gesprächs
Nach Brinker/Sager sind Gespräche nicht strikt auf ein Thema zentriert, sondern eher "thematisch orientiert" (Brinker/Sager 1989: 10 f).
    "Die Entfaltung des Themas kann als Gefüge von Beziehungen zwischen dem Thema (als Kern des Gesprächsinhalts) und den in den einzelnen Gesprächsschritten ausgedrückten Teilinhalten (Teilthemen) beschrieben werden." (77)
Brinker/Sager unterscheiden verschiedene Formen der thematischen Entfaltung, z. B. die deskriptive, die narrative, die explikative und die argumentative Themenentfaltung (77).
Die Initiierung bzw. Festlegung des Gesprächsthemas bildet in der Regel die Überleitung von der Gesprächseröffnungsphase zur Gesprächsmitte bzw. Kernphase eines Gesprächs; hier werden das Hauptthema des Gesprächs und die Subthemen entsprechend der Funktion des Gesprächs entfaltet (vgl. Henne/Rehbock 1979: 2O).
Bei bestimmten Gesprächstypen (z. B. institutionalisierten Verhandlungen, Verkaufsgesprächen) ist das Hauptthema des Gesprächs strikter festgelegt als in einigen anderen (z. B. in Party-Gesprächen), bei denen die Behandlung eines Themas zwar auch nicht immer folgenlos abgebrochen werden kann, es jedoch in der Regel zu allmählichen Themenverschiebungen kommt (224).

Textthema, thematische Entfaltung, Gesprächsphasen, Gesprächsanalyse, Gesprächsmitte

Kernphase (des Gesprächs)

Gesprächsmitte,

Konversationsanalyse

auf empirischen Untersuchungen basierende Beschreibung sozialer Interaktionen bei der Organisation von Alltagsgesprächen
Auf der Grundlage der Ethnomethodologie (Garfinkel 1967) entwickelte sich (im Rahmen der Soziologie) die Konversationsanalyse als neue Forschungsrichtung (Sacks/Schegloff/Jefferson 1978). In der Konversationsanalyse werden (mit Hilfe von Ton- und Bildaufzeichnungen) die sozialen Interaktionen in Alltagsgsprächen untersucht, die Methoden, Verfahren, Strategien und Regeln der Gesprächsorganisation beschrieben.
Die Konversationsanalyse bildet eine der Grundlagen der (linguistischen) Gesprächsanalyse.

Gesprächsanalyse,

Konversationsimplikatur

im Gespräch übermitteltes Wissen, das nicht explizit ausgedrückt wird
Der Begriff Konversationsimplikatur wurde von Grice (1979) eingeführt. Grice geht von konventionellen Implikaturen aus, um in Gegenüberstellung dazu seine Auffassung über konversationale Implikaturen zu entwickeln.
    (Beispiel für eine konventionelle Implikatur bei Grice: Er ist ein Engländer; er ist mithin tapfer. Normalerweise bemerkt jeder Hörer/Leser bei dieser Satzfolge, dass die Tapferkeit hier aus der Zugehörigkeit zu einer Nation gefolgert wird; dabei wird konventionell impliziert, dass alle Angehörigen dieser Nation tapfer sind bzw. dass angenommen wird, sie seien tapfer (Grice 1979: 247 f).)
Den konventionellen stellt Grice die konversationalen Implikaturen gegenüber "als mit gewissen allgemeinen Diskursmerkmalen wesentlich verknüpft" (248).
    (Beispiel für eine konversationale Implikatur bei Grice: A steht vor seinem Auto. A.: "Ich habe kein Benzin mehr." B: "Um die Ecke ist eine Werkstatt." (255) B impliziert, dass die Werkstatt geöffnet ist, dass dort Benzin verkauft wird, dass A also dort Benzin kaufen kann; für dies alles gibt es keine direkten sprachlichen Hinweise; trotzdem weiß A, was B meint, was B ihm zu verstehen geben möchte (255).)
Als Bedingungen für konversationale Implikaturen nennt Grice die kooperativen Bemühungen der Gesprächspartner (Kooperationsprinzip), die Beachtung der Konversationsmaximen (248 ff, 254).

Kooperationsprinzip, Konversationsmaximen, inferieren

Konversationsmaximen

Leitsätze für kooperativ bestimmte Gesprächsbeiträge
Ausgehend vom Kooperationsprinzip, nach dem Gesprächsbeiträge akzeptabel und verständlich formuliert werden sollen, stellt Grice Konversationsmaximen auf (Grice 1979: 244 ff).
    "Unter der Annahme, dass irgendein allgemeines Prinzip wie dies (Verf.: Kooperationsprinzip) akzeptabel ist, kann man vielleicht vier Kategorien unterscheiden, unter deren eine oder andere gewisse speziellere Maximen und Untermaximen fallen [. . .]. In Anlehnung an Kant nenne ich diese Kategorien Quantität, Qualität, Relation und Modalität." (249)
  • Die Maxime der Quantität bezieht sich auf die zu übermittelnde Information: der Gesprächsbeitrag soll so informativ wie notwendig, aber auch nicht informativer als nötig abgefasst sein (249).
  • Die Maxime der Qualität besagt, dass der Gesprächsbeitrag der Wahrheit entsprechen soll (249).
  • Die Maxime der Relation legt fest, dass der Gesprächsbeitrag relevant sein soll (249 f).
  • Die Maximen der Modalität beziehen sich nicht auf das, "was gesagt wird, sondern darauf,  w i e  das, was gesagt wird, zu sagen ist" (250).
Nach Grice sollen Dunkelheit des Ausdrucks, Mehrdeutigkeit und Weitschweifigkeit vermieden werden, und es soll die geeignete Reihenfolge eingehalten werden (25O).

Kooperationsprinzip, Konversationsimplikatur, Gesprächsanalyse

Kooperationsprinzip

Grundsatz in Gesprächen, einen Beitrag für die Gesprächspartner akzeptabel zu gestalten
Grice hat den Begriff Kooperationsprinzip eingeführt (Grice 1979: 248). Grice geht davon aus, dass in Gesprächen kooperative Bemühungen wirksam werden, dass ein gemeinsamer Zweck bzw. eine "wechselseitig akzeptierte Richtung" von den Gesprächsteilnehmern anerkannt wird (248).
    "Wir können demnach ganz grob ein ganz allgemeines Prinzip formulieren, dessen Beachtung [. . .] von allen Teilnehmern erwartet wird, und zwar: Mache deinen Gesprächsbeitrag jeweils so, wie es von dem akzeptierten Zweck oder der akzeptierten Richtung des Gesprächs, an dem du teilnimmst, gerade verlangt wird. Dies könnte man mit dem Etikett Kooperationsprinzip versehen." (248)
Vom Kooperationsprinzip ausgehend entwickelt Grice die Konversationsmaximen.

Konversationsmaximen, Konversationsimplikatur, inferieren, Gesprächsanalyse

Sprecherwechsel (turn-taking)

Strukturierungs- und Organisationskategorie in der Gesprächsanalyse
Durch den Sprecherwechsel wird im Gespräch der Sprecher-Hörer-Rollenwechsel vollzogen, werden die Grenzen von Gesprächsschritten markiert. Die Übernahme der Rolle des Sprechers wird nach Henne/Rehbock (1979: 190) in folgender Weise geregelt:
  • durch Selbstwahl (nach Sacks (1971: 308) nur am Ende eines Satzes statthaft),
  • durch Fremdwahl, entweder durch den bisherigen Sprecher oder (bei institutionalisierten Gesprächen) durch den Gesprächsleiter (Henne/Rehbock 1979: 19O).
Henne/Rehbock unterscheiden verschiedene Arten des Wechsels:
  • Wechsel durch Unterbrechung,
  • glatter Wechsel (fugenlos, überlappend oder zäsuriert),
  • Wechsel nach Pause (254, 19O ff).

Gesprächsschritt, Gesprächsanalyse

Literatur (Gesprächslinguistik)

Antos, Gerd (1982).
Grundlagen einer Theorie des Formulierens. Textherstellung in geschriebener und gesprochener Sprache (= Reihe Germanistische Linguistik 39). Tübingen: Niemeyer.
Bergmann, J. R. (1981).
Ethnomethodologische Konversationsanalyse. In: Schröder, Peter, Hugo Steger (Hrsg.). Dialogforschung. Jahrbuch 1980 des Instituts für deutsche Sprache. Düsseldorf: Schwann: 9-51.
Brazil, David (1985).
Phonology: Intonation in Discourse. In: van Dijk, Teun A. (ed.): 57-75.
Brinker, Klaus (1996 b).
Normen des Diskutierens und ihre Markierung in Fernsehdiskussionen - Ein gesprächsanalytischer Beitrag. In: Peyer, Ann, Paul R. Portmann (Hrsg.). Norm, Moral und Didaktik - Die Linguistik und ihre Schmuddelkinder. Eine Aufforderung zur Diskussion. Tübingen: Niemeyer: 115-131.
Brinker, Klaus, Sven Frederic Sager (1989).
Linguistische Gesprächsanalyse. Eine Einführung (= Grundlagen der Germanistik 30). Berlin: Schmidt.
Brinker, Klaus, Gerd Antos, Wolfgang Heinemann, Sven F. Sager (Hrsg.) (i. Dr.).
Text- und Gesprächslinguistik / Linguistics of Text and Conversation. Ein internationales Handbuch zeitgenössischer Forschung / An International Handbook of Contemporary Research 2. Halbbd. / Volume 2. Berlin/New York: de Gruyter.
Duncan, Starkey (1973).
Toward a Grammar for Dyadic Conversation. In: Semiotica 9/73: 29-46.
Duncan, Starkey (1974).
On the Structure of Speaker-auditor Interaction during Speaking-turns. In: Language in Society 3/74: 161-180.
Franke, Wilhelm (1990).
Elementare Dialogstrukturen. Darstellung, Analyse, Diskussion (= Reihe Germanistische Linguistik 101). Tübingen: Niemeyer.
Franke, Wilhelm (1991).
Linguistische Texttypologie. In: Brinker, Klaus (Hrsg.): 157-182.
Franke, Wilhelm (1993).
Konzepte linguistischer Dialogforschung. In: Protosoziologie 4/93: 128-139, 207-210.
Fritz, Gerd, Franz Hundsnurscher (Hrsg.) (1994).
Handbuch der Dialoganalyse. Tübingen: Niemeyer.
Garfinkel, Harold (1967).
Studies in Ethnomethodology. Englewood Cliffs N. J.: Prentice-Hall.
Grice, Paul (1979).
Logik und Konversation. In: Meggle, Georg (Hrsg.). Handlung, Kommunikation, Bedeutung. Frankfurt: Suhrkamp: 243-265 (engl. 1975. Logic and Conversation. In: Cole, Peter, Jerry L. Morgan (eds.) (1975). Syntax and Semantics 3. Speech Acts. New York/San Francisco/London: Academic Press: 41-58. Wieder abgedruckt in: Grice, Paul (1989). Studies in the Way of Words. Cambridge Mass./London: Harvard University Press: 22-40).
Harweg, Roland (1968 a).
Pronomina und Textkonstitution (= Beihefte zu Poetica 2). München: Fink. (2. Auflage 1979).
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© Eva Schoenke, Universität Bremen