Startseite

Aus der Zeit,
bevor Bremen
eine Stadt wurde

1. Jahrtausend
11.Jahrhundert
12.Jahrhundert
13.Jahrhundert
14.Jahrhundert
15.Jahrhundert
16.Jahrhundert
17.Jahrhundert
18.Jahrhundert
1789 - 1914
1914 - 1918
1918 - 1919

1919 - 1933
1933 - 1939

1939 - 1945
1945 - 1949
1949 - 1968
1968 - 1989
1989 -

Schlagworte

Achtzehntes Jahrhundert nach unserer Zeitrechnung

Zu Beginn des 18. Jh. war die Not in Bremen groß. Viele junge Männer ließen sich als Soldaten von auswärtigen Mächten anwerben. Erst nachdem 1705 ein kaiserliches Dekret trotz des anhaltenden Krieges den Handel mit Frankreich und Spanien (außer mit Waffen) genehmigt hatte und England sowie die Generalstaaten der Regelung zustimmten, blühte die Wirtschaft wieder auf. Allerdings gelang es nicht, die Zollerhebung bei Elsfleth auf der Weser durch die Grafschaft Oldenburg, die jetzt von Dänemark verwaltet wurde, aufzuheben. 1707 stimmte der Kaiser einer weiteren Erhebung ausdrücklich zu. Bremen fand sich zwar mit der Rechtslage nicht ab, ließ jedoch nach einer weiteren Krise, bei der es u. a. um Hoheitsrechte ging, nach 1720 die Angelegenheit im Sande verlaufen.

In den gesamten Kriegswirren zu Beginn des 18. Jahrhunderts leistete Bremen große finanzielle Beiträge zu den Reichskriegen gegen die Türken und gegen Frankreich und verschuldete sich hoch.

In den Nordischen Kriegen (1701_1714) hielt die Stadt sich neutral und sanierte sich einigermaßen, indem sie Geschäfte mit allen Parteien abschloß.

Noch immer erkannte die schwedische Regierung die Reichsunmittelbarkeit Bremens nicht an. Als dänische Truppen 1712 das als neutral geltende Herzogtum Bremen besetzten, konnte die Stadt nicht auf Besserung hoffen, zumal der schwedische General-Gouverneur weiterhin im Palatium des Doms residierte und man dänischen Truppen die Stadttore nicht öffnen wollte. Weder der Kaiser noch der Kurfürst von Hannover oder andere norddeutsche Fürsten setzten sich für die Belange Bremens ein. Als Hoffnungsschimmer blieb die Tatsache, daß keiner der potentiellen Feinde den anderen die militärisch wertvolle Festung überlassen würde, deren Mauern 1706/7 von dem holländischen Ingenieur de Roque gerade modernisiert worden waren.

Am 26. Juni 1715 trat Dänemark die Herzogtümer Bremen und Verden an den Kurfürsten von Hannover (seit 1714 König Georg I. von Großbritannien) ab. Der hannoversche Beauftragte Albert Andreas von Ramdohr ließ die schwedischen Wappen am Dom und Palatium abnehmen und durch hannoversche ersetzen. Der schwedische Gouverneur wechselte diese jedoch wieder aus und ließ sich bis zum 23. Juli 1720 auch nicht aus seinem Amtssitz vertreiben. Der Rat machte die Investitur von der Anerkennung der Reichsunmittelbarkeit abhängig, König Georg I. beharrte auf den gleichen Rechten, die Schweden innegehabt hatte und bestritt die bremische Landeshoheit über die vier Gohen. Seine Position verstärkte sich, als Kurhannover 1726 einen Teil der von Schweden seinerzeit verpfändeten Kontribution ablöste. Mit dem hannoverschen Stadtvogt brach sofort ein Streit über die Gerichtsbarkeit in der ganzen Stadt aus. Der Streit zog sich jahrelang da hin.

1721 zeigten sich die Stadtbefestigungen wiederum in einem desolaten Zustand. Der Rat proklamierte, daß die Fortifikationen "unverantwortlich und mutwilligerweise teils verwahrlost, teils ruiniert wurden". Er verbot, die Wälle zum Wasserschöpfen aus dem Stadtgraben zu übersteigen, Hühner und Hunde, die an den Wällen scharrten, dort frei umherlaufen zu lassen, anderenfalls sie erschossen würden. "Ehrbaren Bürgers-Leuten" war es erlaubt, auf den Wällen spazieren zu gehen, nicht aber ihre Hunde zu "exerzieren" oder die Brustwehren zu ersteigen. Kinder durften nicht auf den Wällen spielen. Ab 1722 bis 1725 wurde wieder an den Befestigungen gearbeitet, die Wälle erhöht, ein zusätzliches Ausfalltor auf dem Stadtwerder, Bollwerke am Bunten- bzw. Hohentor gebaut, Schußfelder verbessert. Ab 1726 unterzog man die Wachtsoldaten täglich um 11 Uhr auf dem Domshof einer Inspektion. Neben der körperlichen Anwesenheit wurde geprüft, ob sich die Gewehre in gutem Zustand befanden oder ob jemand betrunken angetreten war. Bei passendem Wetter wurde anschließend exerziert.

Im Stader Vergleich von 1741 mit Kurhannover verlor Bremen einen ziemlichen Teil seiner Landgebiete: Vegesack, Mittelsbüren, Oslebshausen, Grambke, Burg, Grambkermoor, Wasserhorst, Wümmensiede und die Vahr. Die Reichsunmittelbarkeit wurde anerkannt unter der Bedingung, sich auf kein Bündnis gegen Kurhannover einzulassen. Weil Bremen gewisse Rechte behielt, wurde für die nächsten Jahrzehnte eine stabile Rechtsbasis geschaffen.

Nach 1720 konnte die Stadt den wirtschaftlichen Anschluß an aufkommende industrielle Betriebsformen nicht halten, das Handwerk dominierte weiterhin, die Zünfte behinderten die Entwicklung neuer Strukturen. Zwar gab es bereits eine industrielle Herstellung von Tabak- und Branntweinerzeugnissen sowie von Ziegelsteinen, es gab Zuckerraffinerien, Seifensiedereien und Kattunfabriken, aber entscheidend blieben der Import sowie der Transithandel, beide jedoch immer wieder durch äußere Einwirkungen behindert. Probleme stellten einmal eine Flut von minderwertigen Münzen dar, die in den Fürstentümern geprägten wurden, und die in ihrer Vielfalt besonders von den einfachen Menschen nicht erkennbar waren und sie schädigten. Zum anderen rissen Betrügereien ein, die der Kontrolle der Obrigkeit zu entgleiten schienen: Schlechte Ware wurde unter gute gemischt, Meßeinheiten oder Verpackungsgrößen wurden gefälscht, in den Mühlen feuchteten kriminelle Müller das Getreide an oder mischten Sand darunter, um höhere Gewichte zu erzielen.

Die Stadt wirkte in dieser Zeit arm und grau. Die überwiegend strohgedeckten, lehmverschmierten Häuser waren einer ständigen Brandgefahr ausgesetzt. 1754 brannten zunächst einige Häuser im Stephaniviertel ab, wobei das Feuer auch den Turm der Kirche zerstörte. 1765 entstanden Brände am Ostertor und 1767 brannte eine Brauerei auf dem Domshof ab. Die Müllabfuhr steckte in den Anfängen. Der Unrat wurde überwiegend in die Weser gekippt, aus der das Trinkwasser entnommen wurde. Die Balge stank wie eine Kloake. Regenwasser floß in offenen Rinnen in den Straßen. Epidemien von Pest (1712, 1713, 1751, 1752), Cholera und Ruhr lösten einander ab.

Ein herausragendes lokales Ereignis war die Explosion des Zwingers auf dem Werder nach einem Blitzeinschlag in einem schweren Gewitter am 22. September 1739 nachts um 1: 30 Uhr. Es gab zu jener Zeit drei runde, aus Steinen errichtete Wehrtürme in Bremen, die sich bewährt hatten, als absolut sicher galten und in denen Waffen, sonstige Kriegsmaterialien und Pulver gelagert wurden: den Ostertorzwinger, den Stephanitorzwinger (genannt der Bräutigam) und einen gegenüber dem Weserbrückentor an der Herrlichkeit (genannt die Braut). Dieser letztere war dreietagig, 50 Meter hoch, 27 Meter im Durchmesser und besaß 4 Meter dicke Mauern. Durch die in die Luft geschleuderte Masse kamen 31 Menschen ums Leben, viele wurden verletzt. Häuser wurden zerstört und Schiffe versenkt.


Bild: Explosion der Braut

Ganz schlimm traf eine Flut im Januar 1739 das Umland. Die darauf folgenden Ernteergebnisse erwiesen sich als mangelhaft. Im Januar 1740 fror die Weser bis zur Mündung zu und blieb bis April für die Schiffahrt unpassierbar. Die Versorgung wurde schwierig, die ärmeren Einwohner litten an Hunger. Als dann im Dezember 1740 nach starken Regenfällen die Deiche brachen, stand u. a. Landstrichen die ganze Neustadt unter Wasser. Straßen rissen auf und Häuser stürzten ein. Anschließend richteten Eisschollen nach starkem Frosteinbruch zusätzlichen Schaden an. Ähnliche Katastrophen traten 1755 mit Kälte, 1761 in Hemelingen und Habenhausen sowie 1771 von Gröpelingen bis zum Hollerland mit Überschwemmungen ein.

Nach außen demonstrierte die Hansestadt trotz ihrer realen Schwäche so etwas wie Stärke. Fürstenbesuche wie der von Zar Peter von Rußland am 9. Dezember 1716 oder der des Herzogs August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel wurden mit großem Pomp gefeiert. Eine Oberschicht, die in repräsentativen Giebelhäusern wohnte, in Kaffee- und Teehäusern verkehrte und sich Landhäuser in Oberneuland oder Gartenhäuser in der Neustadt leisten konnte, ahmte den Lebensstil von Fürsten nach. Die Kleidung besonders bei Festlichkeiten wurde bunter und üppiger. In den Wohnungen lagen Teppiche aus, Ölbilder hingen an den Wänden, Bücher, Kupferstiche sowie allerlei Kuriositäten wurden gesammelt. Nach dem Vorbild von Palästen richteten besonders wohlhabende Familien Repräsentationssäle ein, in denen Feste gefeiert und Gäste empfangen wurden. Die Lebensverhältnisse der Mittel- und Unterschicht änderten sich kaum. In den wirren Jahren der Kriege wanderten viele Menschen nach Bremen ein. Darunter auch über sechshundert Hugenotten aus Frankreich, die in ihrer Religion dem reformierten Ritus in Bremen nahestanden. Das alte Johanniskloster entwickelte sich zu ihrem Gemeindezentrum. Die Zünfte nahmen die Handwerker unter ihnen jedoch nicht in ihre Gemeinschaften auf, so daß viele Franzosen wieder abwanderten. Ihr Einfluß auf das bremische Witschaftsleben blieb gering.

Mitte des Jahrhundert besaß Bremen fast 30 000 Einwohner. Die Berufstätigen der unteren Schichten arbeiten 12 bis 14 Stunden täglich bei niedrigem Einkommen. Trotzdem gab es kaum Aufstände, die auch rigoros unterdrückt worden wären. Um alte Rechte zu wahren, rebellierten im August 1732 allerdings die Schneidergesellen gegen ihre Meister mit Streik. Als der Rat mit harten Maßnahmen drohte, gingen die meisten von ihnen nach Hastedt, das zu Kurhannover gehörte. Als sie von dort ausgewiesen werden sollten, wanderten sie weiter. Nur wenige kamen nach Bremen zurück.

Der Rat griff durch Verordnungen in das tägliche Leben der Bürger, insbesondere der einfachen Leute ein. Saufen, Völlerei, Unzucht, Schießereien, Prügeleien, Betteln, Stehlen sowie Mißachtung von Sonn- und Feiertagen scheinen üblich gewesen zu sein. Selbst mit härtesten Strafen waren sie nie ganz unter Kontrolle zu bringen.

Geistige Bildung blieb immer noch der Oberschicht vorbehalten. Die wenigen belesenen Ratsherren hatten meistens auswärts studiert oder hatten weite Reisen unternommen. Durch Kopieren französischer Kultur war die französische Sprache weit verbreitet. In Saurmanns Buchladen bestand die einzige Gelegenheit in Bremen, Bücher zu erwerben. Das Gymnasium im Katharinenkloster war in ständigem Niedergang begriffen. Während der Schwedenzeit entstand in Konkurrenz zur reformierten eine lutherische Hochschule am Dom, die jedoch nach einer kurzen Blüte 1796 ihren Vorlesungsbetrieb wieder einstellte. Langsam entwickelte sich das Pressewesen mit Tages- oder Wochenblättern. Ab 1756 wurden die Kundigen Rullen am Sonntag Lätare nicht mehr vorgelesen, sie wurden jetzt gedruckt.

Bauliche Veränderungen entstanden durch den Umbau der Börse, der 1738 ein zweites Stockwerk aufgesetzt wurde, und die damit den Reiz eines Pavillions verlor. Bereits 1726 erhielt Walle eine neue Kirche, sie übernahm den einst vom Ritter Rasch gestifteten Turm. Andere Kirchen wurden renoviert, erhielten neue Glocken oder Orgeln. Die Domsheide wurde 1733 eingeebnet, mit Bäumen bepflanzt und mit einem Brunnen versehen. 1737 baute man die Rembertikirche außerhalb der Altstadt sowie ein Torgebäude am Buntentor. 1738 erneuerte der Zimmermeister Hermann Ficke für 26 000 Reichstaler die große Weserbrücke, daneben erhielten mehrere Bäche und Nebenflüsse neue Übergänge. Die prunkvollsten privaten Häuser bekamen Perückengiebel oder nach holländischem Vorbild breite Dreiecksgiebel. Ab Mitte des Jahrhunderts baute man Häuser im klassizistischen Stil. 1766 erhielt der abgebrannte Nordturm des Doms einen sechs Meter hohen, achteckigen Aufbau mit Spitze. 1782 wurde der alte "Hurrelberg" geschlossen und für schwerere Fälle ein modernes Gefängnis in einem Ostertorgebäude, der Glocke, untergebracht. Leichtere Fälle wanderten in den "Neuen Hurrelberg" an der Ostertorwallstraße. Im gleichen Jahr wurde der Pranger am Markt ersatzlos abgebrochen. 1773 säuberte man die Balge und karrte den Aushub in die Neustadt. 1783 bis 1785 entstand an der Ecke Sandstraße ein neues Waisenhaus.

Die Offenhaltung des Weserfahrwassers blieb bis zum Ende des 19. Jh. trotz diverser Versuche aus technischen Gründen, mangelndem Wissen und politischer Uneinigkeit der Anliegerstaaten ein ungelöstes Problem.

Ab 1756 geriet Bremen in die Kriegsauseinandersetzungen des Siebenjährigen Krieges. Man beabsichtigte, neutral zu bleiben, was jedoch nicht gelang. Ständig mußten die Stadttore der einen oder anderen Kriegspartei, welche die gesicherte Stadt zu ihrem Vorteil zu nutzen gedachte, geöffnet und deren Truppen versorgt werden. Erst die Friedensabschlüsse von 1762/63 brachten Erleichterung. Die Schuldenlast aber blieb in den nächsten Jahren die Hauptsorge der Stadtväter. Während der zurückliegenden Jahre waren viele Menschen nach Bremen eingewandert, nicht alle waren erwünscht. Die im Krieg "verlodderte" Moral erholte sich jedoch langsam. Kriminalität aller Art wurde hart geahndet, die Qualität der Münzen und der Waren stieg wieder an. Nach einer ersten Flaute durch den wiederaufgenommenen Merkantilismus in den großen Nationalstaaten erholte sich die Wirtschaft ab 1776 rasch. Die Verproviantisierung von Truppen, die nach Amerika verschifft wurden, warf
Gewinne ab, und einzelnen Kaufleuten gelang es, mit ihren Schiffen bis in die Südsee zu segeln und dort wertvolle Ware einzukaufen. Mit Rücksicht auf Hannover und die britische "Navigationsakte" drang man kaum in von England kontrollierte Märkte ein. Der Handel mit den jungen amerikanischen Staaten lief sehr zögerlich über persönliche Kontakte an. Erst als im französisch-englischen Seekrieg von 1797 bremische Schiffe unter neutraler Flagge den Atlantik überquerten und französische Truppen die Rheinmündung besetzten, brach eine kurze wirtschaftliche Blütezeit über die Hafenstadt an der Weser herein. Auch der Schiffbau kam wieder in Gang. Größere, auf dem Stadtwerder gebaute Seeschiffe konnten die Weserbrücke passieren indem sie mit Ballast beladen wurden. 1778 schuf man eine Vorrichtung, mit der ein Brückenteil angehoben werden konnte.

Der Kontakt zu den Besatzungstruppen aus fremden Kulturen blieb nicht ohne Auswirkung auf die bremische Bevölkerung. Nach der eher bescheidenen Lebensform früherer Jahrhunderte fanden nach dem Krieg luxuriöse Kleidung französischen oder englischen Stils, nie gekannte Speisen und Spiele Eingang in die Gesellschaft der Reichen. Statt Bier wurde vermehrt Wein getrunken, Equipagen und Reitpferde wurden angeschafft, man besuchte Konzerte und Bälle. Der Hamburger Schauspieldirektor Ernst Ackermann eröffnete 1765 eine Bühne auf dem Reithof am Wall zwischen Ansgarii- und Herdentor. Klubs nach englischem Vorbild gründeten sich. Hier ist die 1748 gegründete "Deutsche Gesellschaft" zu erwähnen, die sich im Kontakt zu literarischen Zirkeln anderer Städte nicht nur mit schöngeistiger Dichtung befaßte, sondern auch das "Bremisch-niedersächsische Wörterbuch" herausgab. Freimaurerlogen bildeten sich, in denen die vornehmsten Persönlichkeiten Mitglieder waren. Während die Mittelschicht bemüht war, den Anschluß an die Oberschicht zu halten, klaffte der Graben zu der Unterschicht der Stadt weiter wie nie zuvor auseinander.

Die Jahre nach dem Siebenjährigen Krieg gestalteten sich außenpolitisch verhältnismäßig ruhig. Dänemark zog sich aus Delmenhorst und Oldenburg zurück, mit den neuen Herrschern, den Fürsten von Holstein-Gottorp, konnten zunächst Vereinbarungen über den Weserzoll getroffen werden, aber auch die führten nicht zu dauerhaften Lösungen ohne Streit. Im Konzert der großen Mächte durfte die Hansestadt nicht mitspielen, sie mußte vielmehr bemüht sein, nicht allzusehr aufzufallen, um nicht Begehrlichkeiten zu wecken.

Am Vorabend der Französischen Revolution beherrschte eine kleine bürgerliche Oberschicht in allen maßgeblichen Gremien die Stadt Bremen. Trotzdem gab es keine revolutionäre Grundstimmung. Unzufriedenheit richtete sich ausschließlich gegen einzelne Mißstände.