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Bodenschutz im Garten
Der Regenwurm! Freund und Helfer
des Bodens!?
Heute loben alle Bücher über den Boden und über erfolgreiche
Gartenarbeit den
Regenwurm.
In der älteren Literatur jedoch war er als „Feind“ des Gärtners
bekannt. 1774 steht in der
Anweisung zum Anlegen eines Blumengartens: „Regenwürmer sind zu töten,
wo man sie
findet.“
Man sagte, daß sie durch Entziehen der aufgelösten Nährstoffe
die Pflanzen schädigen. Erst
Charles Darwin rettete 1881 das Ansehen der Regenwürmer.
Mit zahlreichen Experimenten erforschte er ihre Sinnesorgane und fand heraus,
daß
- sie einen schwach ausgeprägten Geruchssinn haben,
- das Gehör nicht ausgebildet ist und
- das Sehvermögen schlecht ist.
Nur auf grelles Licht reagieren die Regenwürmer mit panischer Flucht.
Die wichtigsten
Erkenntnisse aus Darwins Arbeit ist aber, daß der Regenwurm die Pflanzen
keineswegs
schädigt, sondern ganz im Gegenteil. Er bereitet den Boden hervorragend
für ihr Wachstum
vor.
Dieses erreicht er auf folgende Art und Weise:
- Er lockert den Boden durch sein Gangsystem auf. Damit gelangt Luft in
den Boden. Diese
Luftkanäle schaffen ideale Lebensbedingungen für die vielen Kleinlebewesen
im Boden.
So wird der organische Abfall in mineralische Bausteine abgebaut und dient
somit den
Pflanzen wieder zur Ernährung.
- Der Regenwurm selbst frißt abgestorbenes organisches Material.
Mit seinen an
Nährsalzen reichen Ausscheidungen kleistert er die Wände seiner
Gänge aus und liefert
den Pflanzenwurzeln die zum Wachstum wichtigen Nährstoffe.
- Durch sein unermüdliches Graben schafft er die tief im Boden
liegenden mineralreichen
Schichten weit nach oben.
Förderung der Bodenlebewesen
Die Leistungen der Bodenlebewesen für die Bodenfruchtbarkeit und das
Gefüge sollte
man bei der Gartenarbeit berücksichtigen. So erhält man einen
gesunden, lebendigen
Boden und spart zudem Arbeit (Bodenbearbeitung) und Geld (Dünger).
Bodenlebewesen
kommen zwar grundsätzlich in fast jedem Boden vor. Sie können
jedoch durch die Art der
Bodenbehandlung gefördert und vermehrt oder auch geschädigt werden.
Maßnahmen zur
Förderung des Bodenlebens sind:
Angemessene "Fütterung" der Bodenorganismen durch Zufuhr von Nährstoffen
und
organischer Substanz, z. B. in Form von Kompost, Gründüngung
oder Mulchmaterial,
unter Berücksichtigung des Nährstoffbedarfs der Pflanzen.
Schaffung gleichbleibender Feuchteverhältnisse im Boden, z. B. durch
eine Mulchdecke,
denn Bodenorganismen reagieren oft empfindlich auf Austrocknung.
Die meisten Bodentiere werden durch zu niedrige pH-Werte beeinträchtigt.
Der
pH-Wert des Gartenbodens sollte daher meist nicht unter 5,5 liegen.
Viele Bodenlebewesen kommen bevorzugt in einer bestimmten Bodenschicht
vor. Durch
Umgraben des Bodens gerät die Schichtung durcheinander und damit auch
der angestammte
Lebensraum der Bodentiere und Mikroorganismen. Sie werden dadurch in ihrer
Aktivität
und Leistungsfähigkeit beeinträchtigt. Daher sollten schonendere
Formen der
Bodenbearbeitung gewählt werden.
Das wars zu den Themenbereichen!!!
Danke für das Interesse!!! |