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"ZUM SCHICKSAL DES TODESTRIEBES IN DER PSYCHOANALYSE"

- Positionen und Lesarten zu
Sigmund Freuds umstrittener Konstruktion -

Diplomarbeit im Studiengang Psychologie der UNIVERSITÄT BREMEN
vorgelegt von Jochen Ehlers ©1995

"Was sagt die Psychoanalyse zur Frage eines möglichen Todestriebes als psychisches Regulativ? Wie, warum und wann formuliert Freud eine Todestriebhypothese, wie wurde sie von wem aufgenommen oder warum gerade nicht, und was kann man - egal wie man zu ihrer Herleitung steht - damit anfangen?"

"Ach, das Ende ist so trübe!
Nach der holden Liebesnot
Kommen Nöten ohne Liebe,
Nach dem Leben kommt der Tod."
(Heinrich Heine)

Ob er nicht schon viel früher kommt, wird zu untersuchen sein...

Inhaltsverzeichnis (Seitenzahlen entsprechen der downloadbaren PDF-Datei.):

I: Einleitung   4
1. Der Weg zum Thema, die zugrundegelegte Idee   4
2. Die Durchführung der zugrundegelegten Idee   6
3. Begründung der Literaturauswahl, der Vorgehensweise, der Formalien   8
II: Vorstellung des Todestriebes durch Sigmund Freud   13
1. Freud und das Jenseits (...des Lustprinzips)   13
2. Der Todestrieb im Diesseits - am Beispiel des 'Unbehagens in der Kultur'    39
III: Die Rezeption der Freudschen Todestriebhypothese   56
1. Der ausgezählte Todestrieb - Die 'Untersuchung'  von Rudolf Brun   56
2. Der Todestrieb beim Menschenfreund - Erich Fromm   69
2.1. Exkurs: Was geschah mit Erich Fromm?   86
3. Die fatal-letale Dreierbeziehung von 'Ambivalenz, Todestrieb und Narzißmus' - K.R. Eissler   90
4. Das (Bio)Logische an Freuds Todestriebhypothese - Frank S. Sulloway   107
5. Sprache als Jenseits des Biologismus der Todestriebhypothese - Lacan durch Peter Widmer   123
6. Das sprachlose 'Warum' des Todestriebes und 'Seine Stellung in der Theorie des Sexualtriebes' - Jean Laplanche   134
7. Der vorgetragene Todestrieb - Elfriede Löchel   152
7.1. Exkurs: Der Todestrieb am 'Institut für Psychologie und Sozialforschung (IPS)' der Universität Bremen am 5.7.1994   161
IV: Versuch zu einem begründeten Urteil   164

Literaturverzeichnis   182

Zusammenfassung:

Die Möglichkeit eines Todestriebes als auch oder nur psychisches Regulativ wird bejaht von einer Reihe der sich der Psychoanalyse zurechnenden Autoren; von einer ebenfalls repräsentativen Anzahl von Praktikern wie Theoretikern der Psychoanalyse wird ein psychologischer Todestriebbegriff abgelehnt; von vielen Anwendern wird diese umstrittene Freudsche Konstruktion schlicht ignoriert. Die Auffassungen und Entwürfe zum Thema 'Todestrieb' divergieren erheblich, der kleinste gemeinsame, aber verwirrende Nenner liegt in der Verwendung des Wortes "Todestrieb". Die Freudsche Herleitung der Todestriebhypothese wird nicht durchgängig zur Grundlage eigener Todestriebentwürfe gemacht, vielmehr bedient man sich bisweilen nur mit dessen eindrucksvoller Bezeichnung und einem Verweis auf 'den Meister'. In dem Bemühen, oder wenigstens mit dem Effekt, vermeintlich sonst offene Brüche in der psychoanalytischen Theoriebildung und -geschichte zuzukitten, wird dabei am todestriebbegründenden "Jenseits des Lustprinzips" und den todestriebeinschlägigen Nachfolgetexten Freuds mitunter rigoros herumgedeute(l)t. Bei solch loser Anbindung der eigenen Gedanken zum Todestrieb an die Freudschen Erwägungen lässt sich tatsächlich - egal wie man zu ihrer Herleitung steht - eine Menge mit der Freudschen Todestriebhypothese 'anfangen', bis hin zu gänzlich eigenen Entwürfen im Schlepptau Freudscher Bedeutsamkeit. Das "Schicksal des Todestriebes in der Psychoanalyse" ist davon bestimmt, welchen theoretischen Hintergrund, welche natur- oder berufsbedingten Prämissen, welches Psychoanalyseverständnis und welche lebensphilosophische Ausrichtung oder Geschichte der/die sich seiner Erörterung Widmenden haben. Den einen ist er ein - schwierig zu fassender - Trieb eben, dessen Triebschicksal theoretisch wie analysepraktisch noch bis in die kleinste Lebensäußerung wie bis in die Grundfesten der menschlichen Kulturentwicklung nachzuspüren ist; den anderen eine fruchtlose, der Psychoanalyse als Institution wie Theorie schädliche, überflüssige metaphysische Entgleisung Freuds, die (altersbedingte) naturphilosophische Spekulation eines kränkelnden, täglich todesbewussten vermeintlichen Welt(en)deuters, der davon seine - durchaus auch nur irdisch fundierbare - Psychoanalyse als Wissenschaft leider nicht freihielt. Als Freuds stachelig hinterlassene Provokation aber erfüllt der Todestrieb - als Metapher oder Trieb - seine von Freud behauptete - oder gewünschte - Funktion auch dort, wo er bestritten wird.

Summary:

A number of authors siding with psychoanalysis openly support the possibility of a death drive as a regulative force of the psyche. An equal number of practitioners and theoreticians disclaim such a thesis. Finally, a large number of critics simply ignore the highly controversial Freudian construction. Conceptions regarding the death drive vary immensely, so that the lowest common denominator is expressed in the notion of "Todestrieb" / the death drive. Not all criticism is actually built on the Freudian hypothesis of the death drive when presenting individual conceptions of the death drive. Instead, the analysis is often rather limited to the impressive name and a reference to 'the master'. Aiming to close alleged open fractions within the psychoanalytic theory critics often rigorously construe the text underlying the death drive ('Beyond the Pleasure Principle') as well as later texts. In the light of such loose relations of the individual criticism to the actual theory it is indeed possible to 'gain' an awful lot for a rather loose argumentation. This approach can lead up to some individual conceptions of the death drive that refer to Freud merely for formality. "The death drive's destiny within psychoanalysis" is determined by a number of factors: the theoretical background, the work-related premises, the psychoanalytical conception and finally the broader philosophical orientation of the critic. For some it is a drive that is especially hard to locate, whose doom can be traced after into the very foundations of human cultural development. For others it is a fruitless metaphysical lapse that rather harms than actually helps psychoanalysis. Critics supporting this stance base their judgement of Freud's personal development at the time of his late work, arguing that Freud, as an old man, is confronted by or reminded of death more or less daily and in the light of this was unable to separate his scientific work from his personal experiences. The death drive, as a metaphor or a drive, certainly fulfils its function of Freud's thorny provocation even where it is contested. (translated by Leonie Otten)

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Rezeption:

"Die Idee des Todestriebes ist ein düsteres Faszinosum. Er bleibt aber bis heute eine 'umstrittene Konstruktion'. Das führt Ehlers (2004) in seiner luziden Konstruktanalyse und Übersicht aus." (Brigitte Boothe, Einleitung zu  "Ordnung und Außer-Ordnung. Zwischen Erhaltung und tödlicher Bürde", Verlag Hans Huber, Hogrefe AG, Bern 2008, S.15)