Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1 weiter

Vorwort

Der Aufbau der Bereitschaft und Fähigkeit zum selbständigen Lernen ist explizit oder implizit in Theorien über Erziehung und Bildung enthalten. Seine Konzeptualisierung im Lichte theoretischer Ansätze und disziplinärer Traditionen zeigt, dass es sich bei dieser Form des Lernens um einen komplexen und mehrdimensionalen Prozess handelt, dessen Förderung, fein abgestimmte Interventionen erfordert.

Vor diesem Hintergrund wurden auf dem Symposium „Selbstständiges Lernen – zur Beschreibung und Förderung eines komplexen Prozesses“ im Rahmen der 59. Tagung der Arbeitsgruppe Empirisch-Pädagogische Forschung (AEPF) der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) vom 9. - 11.3.2000 in Bremen, Konzepte und empirische Befunde vorgestellt.

Helmut Kuwan gibt in seinem Beitrag Ergebnisse seiner Befragung aus dem Bereich der beruflichen Weiterbildung zum selbstgesteuerten Lernen wieder.

Ein „integratives Theoriengerüst“, in dem Erkenntnisse aus der Neuro- und Gedächtnispsychologie sowie der synergetischen Chaostheorie zusammen­gefasst werden, entfaltet Siegfried Greif. Anhand dessen erklärt er den ständigen Wechsel zwischen intuitiv und bewusst selbstgesteuerten Prozessen.

Klaus Konrad geht in seinem Beitrag auf die verschiedenen Ausprägungen zentraler Facetten selbstgesteuerten Lernens ein. Unter Bezug auf seine Untersuchungen stellt er alters-, geschlechts sowie kontextspezifische Aus­prägungen motivationaler und (meta)kognitiver Aspekte selbstgesteurten Lernens bei Studierenden vor.

Der Beitrag von Gerald A. Straka, Franz Gramlinger, Harm Delicat und Nike Plaßmeier geht der Frage nach, ob sich Lern- und Arbeitstechniken beim Arbeiten in einer Übungsfirma verändern.

Unser Dank gilt allen Autorinnen und Autoren dieses Sammelhefts für die ausgezeichnete Zusammenarbeit und die große Geduld bezüglich unserer (manchmal hartnäckigen) Rückmeldungen.

Bremen, im September 2000

Gerald A. Straka & Harm Delicat