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Ziel des Sprachunterrichts:
sprachliche Handlungsfähigkeit,
die Fähigkeit, in unterschiedlichen Situationen (im Beruf, in der Öffentlichkeit und privat) gezielt sprachlich zu handeln
sprachdidaktisches Konzept:
nach der Untersuchung der Voraussetzungen sprachlicher Handlungsfähigkeit im Unterricht Möglichkeiten schaffen, diese Voraussetzungen zu erfüllen und sich dem Ziel kontinuierlich zu nähern;
sprachliches Handeln lehr- und lernbar machen
Handeln
intentionaler Akt der Situationslenkung;
setzt voraus: Situationsanalyse, Zielsetzung, Alternativen für Entscheidungen
soziales Handeln
keine einfache Ursache-Wirkungs-Relation
(im Sinne eines monokausalen Zusammenhangs);
mögliche Folgen des Handelns hängen auch von den Erwartungen und Erfahrungen der Handlungspartner ab
sprachliches Handeln
soziales, symbolisch vermitteltes Handeln
unter Beachtung von Konventionen;
nicht immer voll bewusst, aber der Reflexion zugänglich;
Merkmale (nach Burckhardt/Henne 1984: 341):
Intentionalität, Reflexivität, Konventionalität;
zusätzlich: Fähigkeiten und Gelegenheiten (Stegmüller 1975 II, 132 f)
In einer Didaktik sprachlichen Handelns sollte besonders beachtet werden,
- dass Intentionen und Konventionen (in der Interaktion) zusammenwirken,
- dass Handeln nicht immer voll bewusst, aber der Reflexion zugänglich ist,
- dass bereits vorhandenes Wissen, schon ausgebildete Fähigkeiten Voraussetzungen des Handelns sind u n d sich im Handeln weiter entwickeln,
- dass die Wissensverarbeitung durch die Lernumgebung, die Lernatmosphäre beeinflusst wird,
- dass sich Wünsche, Erwartungen und Emotionen auf die Wissensverarbeitung auswirken,
- dass Gelegenheiten zum Handeln und Freiräume für eigene Entscheidungen und zur Entfaltung von Kreativität vorhanden sein müssen, wenn die sprachliche Handlungsfähigkeit ausgeweitet werden soll.
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