- Das phonematische Prinzip (oder "Lautprinzip")
bildet die Grundlage für die Verschriftlichung der gesprochenen Sprache.
Durch das phonematische Prinzip wird festgelegt, welche Buchstaben einzelnen Phonemen der deutschen Sprache zugeordnet werden (Phonem-Graphem-Korrespondenz).
Da die Verschriftlichung der deutschen Sprache durch das phonematische Prinzip erst ermöglicht (und grundlegend bestimmt) wird, kann man es als
KONSTITUTIVES PRINZIP der deutschen Rechtschreibung bezeichnen.
Beispiele:
- Wiedergabe von [i:] durch i (Igel), ie (sie), ieh (Vieh), ih (ihn),
- Wiedergabe von [f] durch f (für), v (viele), ph (Philosophie),
- Wiedergabe von [ks] durch ks (Keks), cks (Klecks), chs (Fuchs), gs (Pfingsten), x (boxen),
- Wiedergabe der Vokallänge durch die Doppelschreibung der entsprechenden Buchstaben (Waage, See) oder durch h (Mohn, Hahn),
- Wiedergabe von Vokalkürze durch die Doppelschreibung der folgenden (den Konsonanten entsprechenden) Buchstaben (Sonne, hell, kommen)
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