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Eva Schoenke  Didaktik sprachlichen Handelns

3. Vorlesung
Handlungsfähigkeit bei der Rezeption mündlich übermittelter Äußerungen und Texte

Handlungsfähigkeit bei der Rezeption mündlich übermittelter Äußerungen und Texte:

    die Fähigkeit, aktiv und gezielt die Bedeutung einzelner Aussagen und den einem (mündlich übermittelten) Text zugrunde liegenden Sinn zu erschließen und die Intentionen der Sprecher zu erkennen
Voraussetzungen:

die Bereitschaft,
  • sich aktiv und konzentriert mit einzelnen Äußerungen und (mündlich übermittelten) Texten auseinander zu setzen,
  • spontan gewonnene Annahmen über die Bedeutung von Aussagen und die Intentionen von Sprechern zu überprüfen und möglicherweise zu revidieren,
  • bei Unklarheiten nachzufragen,
die Fähigkeit zur gezielten Wissensverarbeitung, d. h.
  • mündlich übermittelte Informationen und Vorwissen aufeinander zu beziehen, integriert zu verarbeiten und Schlussfolgerungen zu ziehen, inferieren,
  • bei den Schlussfolgerungen auch die nichtverbale Kommunikation (z. B. durch Mimik und Gestik) und sprachbegleitende Mittel (z. B. Tonfall, Akzentuierung, Pausen) zu berücksichtigen,
die Fähigkeit
  • zu prüfen, ob zwischen einzelnen Äußerungen bzw. Aussagen ein Zusammenhang besteht, und diesen (möglicherweise vorhandenen) Zusammenhang herzustellen,
die Kenntnis
  • der Funktion syntaktischer Strukturen: Sprachwissen,
  • der Bedeutung kleinerer sprachlicher Einheiten (Wörter, Morpheme): Lexikonwissen


Unterschiedliche Anforderungen (bes. an Aufmerksamkeit und Konzentration)

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