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textuelle Bedeutung,
Lexikonwissen,
Ambiguität
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Kenntnisse über Bedeutung (und Verwendungsmöglichkeiten) sprachlicher Zeichen; im Langzeitgedächtnis gespeicherte (strukturierte) Kenntnisse über Wortbedeutungen
Das Lexikonwissen entwickelt sich auf der Grundlage von Erfahrungen in Sach- und Handlungszusammenhängen. Abgesehen von strikt modularen Auffassungen, wird daher in der Regel angenommen, dass sich das semantische Wissen nicht (völlig) vom Handlungswissen und vor allem nicht vom Weltwissen isolieren lässt. (Um Wortbedeutungen erschließen zu können, sind auch enzyklopädische Kenntnisse notwendig).
Auch für Wiegand/Wolski bestehen Beziehungen zwischen Lexikon und Enzyklopädie:
"Beide fallen zwar nicht zusammen; eine strikte Trennung von Sprach- und Weltwissen ist aber, weil von der Spracherlernung und der Sprachverwendung her nicht legitimierbar, unrealistisch [. . .]." (Wiegand/Wolski 198O: 2O9).
Für Schwarz ist das Lexikon "Mittler zwischen Konzeptualisierung und grammatischer und phonologischer Enkodierung" (Schwarz 1992 a: 178);
sie vertritt die Auffassung, "dass das semantische System untrennbar an das konzeptuelle System geknüpft ist" (Schwarz 1992 b: 71).
Semantik ist für sie die "Schnittstelle" zwischen sprachlichem und konzeptuellem System (98).
"Semantische Strukturen sind immer konzeptuelle Strukturen, aber nicht umgekehrt." (99)
"Semantische Lexikoneinträge entstehen durch die Verknüpfung konzeptueller Wissenseinheiten und sprachlicher Formen." (72)
Nach Schwarz ist die konzeptuelle Strukturbasis universal und sind die Verbalisierungs- und Subkategorisierungsprozesse sprachspezifisch (73).
"Sprachvergleichende Untersuchungen zeigen, dass dieselben (universalen) konzeptuellen Inhalte unterschiedlich lexikalisiert werden." (99)
"Was von Lexikon zu Lexikon differiert, ist das Maß, in dem Mengen von konzeptuellen Komponenten zu Einheiten verknüpft werden und an sprachliche Formen gekoppelt werden." (100)
In der Textproduktion und in der rezeptiven Textverarbeitung werden durch die Herstellung von Beziehungen zwischen den sprachlichen Einheiten eindeutige (textuelle) Bedeutungen festgelegt; eine der Voraussetzungen für diese kognitiven Prozesse bildet das Lexikonwissen.
Wissenssysteme,
Sprachwissen,
Weltwissen,
Handlungswissen,
Wissen,
Wissensverarbeitung,
Konzept,
textuelle Bedeutung,
Ambiguität,
rezeptive Textverarbeitung,
Textproduktion
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Teilaspekt eines Sprechakts
Als Lokution wird nach Austin der Teilbereich eines Sprechakts bezeichnet, der den phonetischen Akt (Hervorbringen von Geräuschen), den phatischen Akt (Auswahl eines bestimmten Vokabulars und einer bestimmten grammatischen Form) und den rhetischen Akt (Bedeutungsfestlegung) zusammenfasst (Austin 1972 (1962): 11O f).
Für Searle besteht die Lokution nur aus dem phonetischen und dem phatischen Akt; dem "rhetischen Akt" (Austin) entspricht bei ihm die Proposition (Searle 1971 (1962): 23 ff).
Sprechakt,
Sprechakttheorie,
Handeln,
sprachliches Handeln,
Illokution,
Perlokution
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Tiefenstruktur eines Textes, die semantische Einheit Textinhalt
Der Begriff Makrostruktur wird unterschiedlich verwendet,
- synonym mit Superstruktur (Kallmeyer/Meyer-Hermann 1980: 251 ff),
- Makrostruktur als Bezeichnung für die semantische Einheit Textinhalt, die einer abstrakten Textform (der Superstruktur) zuzuordnen ist (van Dijk 1980 a, 1980 b).
Zu 1. Nach Kallmeyer/Meyer-Hermann besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Makrostruktur eines Textes (im Sinne von Superstruktur) und der Textgliederung (251).
"Textgliederung als ein Oberflächenphänomen ist einerseits ein wesentliches Mittel zur Auffindung von Makrostrukturen im Rezeptions- und Analyseprozess, zum anderen ist sie ein notwendiges Ergebnis bei der Realisierung von Makrostrukturen bzw. allgemein bei der Anwendung von Textualitätsprinzipien im Produktionsvorgang." (251)
Zu 2. Van Dijk trennt scharf zwischen den Begriffen Superstruktur und Makrostruktur:
"[. . .] eine Superstruktur ist eine Art Textform, deren Gegenstand, Thema, d. h. Makrostruktur, der Textinhalt ist." (van Dijk 1980 b: 128)
Die Makrostruktur ist nach van Dijk eine semantische Kategorie (128).
"Die globale Bedeutungsstruktur eines Textes wird [. . .] in der Makrostruktur abstrakt repräsentiert. Während Sequenzen Bedingungen des linearen Zusammenhangs gehorchen müssen, müssen Texte nicht nur diese Bedingungen erfüllen [. . .], sondern auch solche des globalen Zusammenhangs." (van Dijk 1980 b: 41)
Hyperproposition,
Propositionsanalyse,
Superstruktur
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mentale Textrepräsentation
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in Prozessen der mentalen Kohärenzbildung konstruiertes Modell des Textinhalts
Der Begriff mentale Repräsentation ist ein Konstrukt der Kognitiven Psychologie und bezeichnet den Aufbau und die Abbildung von Wissen in mentalen Modellen. Der Terminus mentales Modell geht auf Johnson-Laird (1980, 1983, 1989) zurück.
Schnotz weist darauf hin, dass in der rezeptiven Textverarbeitung durch Inferenzen nicht nur Kohärenzlücken im Text geschlossen werden, sondern über Prozesse der Kohärenzbildung Modelle des Textinhalts als mentale Repräsentationen des Textes aufgebaut werden (Schnotz 1994: 210, 213 f, 215).
Der Begriff mentale Textrepräsentation bezieht sich auf mehrere Ebenen in der rezeptiven Textverarbeitung.
"Neben einer mentalen Repräsentation der Textoberfläche, in der die spezifischen sprachlichen Formulierungen bzw. die konkreten linguistischen Eigenschaften des Textes erfasst werden, konstruiert der Leser eine propositionale mentale Repräsentation und ein mentales Modell des Textinhalts." (Schnotz 1994: 213)
Die verschiedenen Ebenen der mentalen Repräsentation des Textes entsprechen der jeweiligen Verarbeitungstiefe:
- die mentale Repräsentation der Textoberfläche ermöglicht Rezipienten eine weitgehend wortgetreue Wiedergabe eines Textes (auch ohne ihn vollständig verstanden zu haben),
- die propositionale Repräsentation enthält als Textbasis mit lokaler Kohärenz sowohl zentrale als auch periphere Textinformationen (und präsentiert ein sprachnahes Übertragen in eine mentale Repräsentation von Sachverhalten),
- die globale mentale Textrepräsentation basiert auf der propositionalen Repräsentation, integriert jedoch noch wesentlich stärker Vorwissen aus verschiedenen Bereichen, generiert über Inferenzen globale Kohärenz und den Aufbau eines (dynamisch strukturierten) mentalen Modells mit Dominanz der zentralen Textinformationen (Schnotz 1994: 213 ff; vgl. Johnson-Laird 1980, 1983, 1989).
"Texte werden nach der Theorie mentaler Modelle auf zwei Ebenen repräsentiert: auf der propositionalen Ebene, auf der sie an sprachlichen Strukturen orientiert sind, und auf der Ebene mentaler Modelle, auf der sie den im Text beschriebenen Sachverhalt primär bildlich abbilden. Im Verarbeitungsprozess greifen beide Ebenen ineinander." (Christmann 2000: 119).
"Das eigentliche Ziel des Textverstehens besteht [. . .] im Aufbau eines mentalen Modells des Textinhalts. Dieser Prozess der mentalen Modellkonstruktion geht von der jeweiligen Textbasis aus und greift zugleich auf Vorwissen zurück." (Schnotz 1994: 215)
Textverstehen,
Kohärenz,
inferieren,
Wissen,
Wissensverarbeitung,
Propositionsanalyse,
Strategiemodell,
rezeptive Textverarbeitung
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Handlungswissen,
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Konzept, das aus einem relativ konkreten Ursprungsbereich in einen relativ abstrakten Zielbereich übertragen wird
Metaphorisierungen sind nach Lakoff (1990, 1993) primär kognitive Prozesse, durch die ganze Wissensstrukturen "invariant" aus einem (konkreten) in einen (abstrakteren) Zielbereich übertragen werden: ABSTRAKTES-ALS-KONKRETES. Durch diese Übertragungen lassen sich theoretische Modelle und abstrakte Begründungszusammenhänge verständlich darstellen, da auch die bildhaften Vorstellungen aus dem Ursprungsbereich auf die abstrakten Zusammenhänge "übertragen" werden.
Besonders in argumentativen Texten können Elemente metaphorischer Konzepte in Wiederaufnahmestrukturen die Themenentfaltung bestimmen bzw. beeinflussen (vgl. Schoenke 1998).
Metaphorik: Glossar; bes.
argumentationsspezifische Metaphorik,
Textmetapher,
metaphorisches Konzept,
konzeptuelle Metaphorik
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Teiltext
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Vorinformation
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Wiederaufnahmestruktur, deren Elemente durch Nomen (im weiteren Sinne) realisiert sind
Eine nominative Kette besteht aus der Primärnomination und deren Wiederaufnahmen im Text. Liu weist darauf hin, dass die nominative Kette "eines der wichtigsten Kohäsionsmittel" ist (Liu 1992: 203).
Wiederaufnahme,
Proform,
Kohäsion,
syntagmatische Substitution
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Teiltext, nummerierte Gliederungseinheit im inhaltlichen und äußeren Aufbau eines schriftlichen Textes
Der Begriff Paragraph wird verwendet
- in der textsortentypischen Untergliederung von bestimmten Texten, z. B. von Gesetzestexten, wissenschaftlichen Abhandlungen,
- zur Bezeichnung von Textteilen unterhalb der Ebene des Kapitels und oberhalb der Abschnittsebene.
Textgliederung,
Kapitel,
Abschnitt
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satzstrukturelle Wiederaufnahme
Parallelismus ist ein transphrastisches Phänomen, bei dem die Wiederaufnahme der syntaktischen Struktur eines Satzes lexikalisch (total oder partiell) variiert wird. Die lexikalischen Varianten können in der Regel miteinander verglichen werden, häufig besteht zwischen ihnen eine Kontrastrelation.
In der Rhetorik gilt der Parallelismus als besonders einprägsames Stilmittel.
Wiederaufnahme,
Kohäsion,
Textkomposition
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Rekurrenz
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Teilaspekt eines Sprechakts, die Folgen von Äußerungen bei Rezipienten betreffend
Als Perlokution wird (im Rahmen der Sprechakttheorie) der Teilbereich eines Sprechakts bezeichnet, durch den bestimmte Folgen illokutiver Handlungen erzielt und Situationen verändert werden (Austin 1972 (1962): 116 f).
Sprechakt,
Sprechakttheorie,
Handeln,
sprachliches Handeln,
Gesprächslinguistik - Glossar: Gesprächsanalyse,
Kooperationsprinzip;
Illokution,
Lokution
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kataphorische Verwendung von Referenz-Pronomen
Koreferenz im Text wird durch Pronomen meist anaphorisch hergestellt. Referenz-Pronomen können jedoch auch v o r dem sprachlichen Ausdruck stehen, auf den sie sich beziehen. In diesem Fall müssen sie vorläufig im Kontextgedächtnis gespeichert werden, bis ihre (textuelle) Bedeutung durch den Bezugsausdruck präzisiert wird.
"Auf diese Weise entsteht beim Hörer im Prozess des Verstehens eine kleine Spannung, die der Sprecher zu verschiedenen stilistischen Zwecken ausnutzen kann." (Weinrich 1993: 386)
Katapher,
Effektivität,
Koreferenz,
Referenzbeziehungen,
Pronomen,
Referenz-Pronomen,
Kontextgedächtnis
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Ersterwähnung in einem Text
Durch Primärnomination wird ein Textkonstituent in einem Text eingeführt; durch Wiedererwähnung, Wiederaufnahme wird über Koreferenz Kohäsion im Text hergestellt.
nominative Kette,
Renominalisierung,
Kohäsion,
Koreferenz,
Textkonstitution,
Wiederaufnahme,
Artikelselektion
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Adjektiv als Proform; referentielle Verweisform, Kohäsionsmittel
Proadjektive (z. B. solche, diejenigen) verweisen im Text (anaphorisch oder kataphorisch) auf andere sprachliche Ausdrücke und stellen so Kohäsion im Text her.
(Beispiel: Sind jene Rosen nicht besonders schön? S o l c h e habe ich noch nie gesehen.)
Proform,
Kohäsion
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Verweisform im Text; sprachliche Einheit, die sich auf andere sprachliche Ausdrücke bzw. Propositionen bezieht; Kohäsionsmittel
Proformen können sich auf andere sprachliche Ausdrücke im Text beziehen bzw. diese ersetzen.
Proformen beziehen sich
- auf einzelne Wörter (z. B. Ursula . . . S i e . . . ),
- auf Wortgruppen (z. B. Vor dem Gebäude . . . D o r t . . . ),
- auf Propositionen ganzer Sätze (z. B. Du hast gelogen. - D a s wollte ich nicht.),
- auf die Inhalte ganzer Textabschnitte (z. B. . . . D i e s a l l e s wollte ich Ihnen mitteilen.).
Als Proformen werden verwendet
- Nomen (z. B. Ein Auto . . . Das Fahrzeug . . . ),
- Pronomen (der traditonellen Grammatik) (z. B. Der Junge . . . E r . . . ),
- Proadjektive (z. B. . . . viele neue Bilder. S o l c h e habe ich vorher nie gesehen.),
- Proverben (z. B. . . . Das t u n sie schon lange.)
Proformen werden häufiger anaphorisch als kataphorisch verwendet.
Kohäsion,
Textphorik,
Wiederaufnahme,
Referenzbeziehungen,
nominative Kette
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- Neue Pronomina´im Sinne von Proformen
- Pronomen, durch die Koreferenz im Text hergestellt wird:
Referenz-Pronomen
Zu 1. Harweg definiert die ´Neuen Pronomina´ als "zweidimensionale Substituentia" (Harweg 1968: 25).
"Jeder Ausdruck, der die Bedingung eines zweidimensionalen Substituens erfüllt, gilt uns als Pronomen, unabhängig davon, ob er im Sinne der herkömmlichen Grammatik als Pronomen klassifiziert wird oder nicht." (25)
Mit dem Begriff ´zweidimensionale Substitution´ erfasst Harweg die paradigmatische und syntagmatische Substitution; er weist allerdings auch darauf hin, "dass der paradigmatische Substitutionsbegriff für die Beschreibung der Textkonstitution unergiebig sei und der syntagmatische für diese Beschreibung in erster Linie in Frage komme [. . .]" (25).
Unter Bezugnahme auf die ´Neuen Pronomina´ definiert Harweg Text als "ein durch ununterbrochene pronominale Verkettung konstituiertes Nacheinander sprachlicher Einheiten" (148).
Zu 2. Weinrich unterscheidet das Referenz-Pronomen (Personalpronomen der 3. Person) vom "Rollen-Pronomen", das den Gesprächsrollen entspricht (z. B. ich, du) (Weinrich 1993: 94 f).
Durch Referenz-Pronomen wird im Text Koreferenz hergestellt, werden Referenzketten gebildet.
"Pronominalisierung heißt Stellvertretung und semantische Fortführung eines Nomens durch ein referenzidentisches Pronomen. Dem Pronomen kommt daher das semantische Merkmal (BEKANNT) zu. Wird das Nomen nacheinander von mehreren mit ihm referenzidentischen Pronomina vertreten und fortgeführt, so spricht man von einer Pronominalisierungskette." (372)
Weinrich unterscheidet das thematische Referenz-Pronomen vom rhematischen Referenz-Pronomen (380 ff). Beide Arten werden in der Regel anaphorisch verwendet; den kataphorischen Gebrauch bezeichnet Weinrich als Prä-Pronominalisierung (386).
Nach Weinrich werden die Pronomen er, sie, es "in der Regel thematisch" verwendet (374).
"Sie konstituieren ihre Bedeutung mit den semantischen Merkmalen (BEKANNT) und (UNAUFFÄLLIGKEIT)." (374)
Beispiel: Er hat s i e schon von weitem gesehen.
Im Gegensatz dazu übermitteln die rhematischen Pronominalisierungen der, die, das oft auffällige Informationen; ihnen schreibt Weinrich die semantischen Merkmale (UNBEKANNT) und (AUFFÄLLIGKEIT) zu (380). Beispiel: D i e hat er schon von weitem gesehen.
Zwischen den thematischen und rhematischen Pronominalisierungen bestehen Unterschiede in den Stellungsbedingungen; Weinrich weist auf die "auffällige Spitzenstellung des rhematischen Referenz-Pronomens im Vorfeld der Verbalklammer" hin (381).
syntagmatische Substitution,
Proform,
Kohäsion,
Anapher,
Katapher,
Koreferenz,
Prä-Pronominalisierung,
Renominalisierung
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Pronomen
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Pronomen
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Methode der Textanalyse, bei der Texte als Gefüge von Propositionen untersucht werden, zwischen denen bestimmte Relationen bestehen
Kintsch (1974) beschreibt die semantische Struktur eines Textes als Gefüge von Propositionen. Zusätzlich zu den Mikropropositionen nehmen Kintsch/van Dijk (1978) auch Makropropositionen an, die die Hauptaussagen der Texte repräsentieren (372). Kintsch/van Dijk (1978) entwerfen ein zyklisches prozedurales Textverarbeitungsmodell, nach dem jeweils in einzelnen Arbeitsschritten Propositionen aufeinander bezogen werden (vgl. auch van Dijk 1980 a, 1980 b).
Zwischen den Propositionen (und damit zwischen den Mikrostrukturen) eines Textes bestehen Relationen, die van Dijk als Relationstypen klassifiziert (z. B. kausale, konditionale, temporale, finale u. a.); daneben stellt van Dijk besondere textspezifische Relationen zwischen Propositionen von Texten fest (z. B. begründende, explizierende, korrigierende u. a.) (van Dijk 198O b: 27 f). Das Gefüge von Propositionen und deren Relationen bildet die Textbasis (van Dijk/Kintsch 1983: 11). Die Propositionsanalyse wird 1983 von van Dijk/Kintsch zum Strategiemodell erweitert.
Relationssemantik,
Textsemantik,
Hyperproposition,
Textbasis,
Strategiemodell,
Konnektor,
rezeptive Textverarbeitung
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typischer Vertreter einer Kategorie, im Langzeitgedächtnis als mentales Bild (Figur-Hintergrund-Gestalt) im Zentrum dieser Kategorie gespeichert
Nach Rosch (1973, 1978) stimmen viele Wörter, die Angehörige einer bestimmten Kategorie bezeichnen, nicht in einfacher Weise in ihren semantischen Merkmalen überein, sondern zeigen eher eine gewisse "Familienähnlichkeit". Im semantischen Gedächtnis sind nach Rosch einige Vertreter einer Kategorie stärker präsent als andere. Sie stehen im Zentrum dieser Kategorie (z. B. Schwalbe oder Rotkehlchen für die Kategorie Vogel), andere eher an deren Peripherie (z. B. Strauß).
"Prototypen stellen Standardbeschreibungen dar, die sich auf typische Vertreter einer Kategorie beziehen. Es sind Abstraktionen, die den Durchschnitt von Merkmalsausprägungen (für kontinuierlich variierende Merkmale) und bei dichotom variierenden Merkmalen die häufiger vorkommende Merkmalsausprägung repräsentieren." (Schwarz 1992 b: 62)
"[. . .] der Prototyp einer Kategorie bildet im mentalen Lexikon (oder im semantischen Gedächtnis) das Zentrum eines Eintrags, das als ganzheitliche Vorstellung eines real existierenden Gegenstands im Sinne des besten Beispiels gespeichert ist [. . .]." (Lewandowski 199O: 1O98 f)
Prototypen spielen bei der Aktualisierung des Vorwissens (besonders des Lexikonwissens) in der Textproduktion und in der rezeptiven Textverarbeitung eine Rolle.
Prototypenkonzept,
Lexikonwissen,
Wissenssysteme,
rezeptive Textverarbeitung
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psychologisch fundierte Richtung der lexikalischen Semantik, nach der Prototypen als typische Vertreter einer (lexikalischen) Kategorie im semantischen Gedächtnis gespeichert sind (Rosch 1973, 1978)
Prototyp,
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Verb als Proform, als Mittel der Kohäsion; referentielle Verweisform; auch: Verb-Substitut
Proverben (z. B. tun, machen, sein) werden (immer gemeinsam mit anderen Proformen) im Text verwendet, "um den Inhalt eines stärker determinierten Verbs (oder einer Verbalphrase) präsent zu halten [. . .]" (Beaugrande/Dressler 1981: 67).
Nach Kallmeyer u. a. verweisen Proverben "nicht isoliert, sondern nur in Kombination mit einem als Verweisform realisierten Zweitaktanten [. . .]" (Kallmeyer u. a. 1974: 243).
(Beispiel: Schreibst du noch heute einen Brief? D a s m a c h e ich bestimmt. Oder: S o i s t es.)
Proform,
Kohäsion
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Modell der Textlinguistik, in dem allgemeine Prinzipien der Textproduktion und der Textrezeption untersucht werden
In dem von Beaugrande/Dressler 1981 vertretenen prozeduralen Ansatz ist die "Auffindung von Einheiten und strukturellen Mustern" zwar ein zentrales Forschungsanliegen, aber nicht das eigentliche Ziel, sondern es geht ihnen um die "Operationen selbst, die Einheiten und Muster während der Verwendung von sprachlichen Systemen regeln [. . .]: Das Ergebnis dieser Operationen nennen wir TEXT". (Beaugrande/Dressler 1981: 34)
In diesem Bereich der Textlinguistik gewinnen Forschungsergebnisse der Kognitionswissenschaften zunehmend Einfluss: die Aktualisierung der verschiedenen Kenntnissysteme wird im prozeduralen Ansatz bei der Beschreibung und Erklärung von Prozeduren in der Textproduktion und in der rezeptiven Textverarbeitung berücksichtigt.
rezeptive Textverarbeitung,
Textproduktion,
Textualität