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Strukturierung eines Gesamttextes in Teiltexte
Ein Text kann gegliedert werden
- nach Handlungsschritten,
- unter inhaltlich-semantischem Aspekt,
- auf textsortenspezifische Art,
- in Abhängigkeit vom Umfang des Gesamttextes.
Außer vom inhaltlich-semantischen Aufbau ist in der Regel vom Umfang eines Textes abhängig, wie weit eine mehrfache Untergliederung auf mehreren hierarchisch geordneten Ebenen vorgenommen wird, bei schriftlichen Großtexten in Kapitel, Paragraphen, Abschnitte, Absätze. Bei bestimmten Kurztexten wird häufig nur in wenige Absätze gegliedert, oder die Untergliederung entfällt ganz.
Zwischen den Textabschnitten und dem Gesamttext besteht inhaltlich ein hierarchisches Verhältnis, thematisch sind die Teiltexte dem Gesamttext untergeordnet; in den Teiltexten werden Subthemen des Gesamttextes entfaltet, die zur Entwicklung des Hauptthemas beitragen.
"Zwischen textueller Makrostruktur und Textgliederung besteht natürlich ein enger Zusammenhang: Textgliederung als ein Oberflächenphänomen ist einerseits ein wesentliches Mittel zur Auffindung von Makrostrukturen im Rezeptions- und Analyseprozess, zum anderen ist sie ein notwendiges Ergebnis bei der Realisierung von Makrostrukturen bzw. allgemein bei der Anwendung von Textualitätsprinzipien im Produktionsvorgang." (Kallmeyer/Meyer-Hermann 1980: 251)
Der inhaltlich-semantischen Struktur eines Textes entspricht dessen äußere Gliederung,
- in schriftlichen Texten signalisiert durch die Verwendung drucktechnisch/graphischer Mittel (z. B. durch Beginn einer neuen Seite bzw. einer neuen Zeile und durch Zwischenüberschriften),
- in mündlichen Texten z. B. signalisiert durch Pausenlänge, Intonation und (in Dialogen) durch Sprecherwechsel.
Gülich/Raible weisen darauf hin, "dass für bestimmte Textsorten ein ganz bestimmter Aufbau, d. h. eine bestimmte Abfolge (und Verknüpfung) von Teiltexten, vorgeschrieben ist [. . .]" (Gülich/Raible 1977: 55).
Die Übergänge zwischen den Teiltexten können in besonderer Weise konstituiert werden, z. B. durch Teilzusammenfassungen, Metathematisierungen, metakommunikative Signale oder Ankündigungen.
Nach Kallmeyer/Meyer-Hermann richtet sich die Aufmerksamkeit bei der Textgliederung auf die "Markierung von Grenzen und die Gestaltung von Übergängen als eine gesonderte Komponente der Textkonstitution" (Kallmeyer/Meyer-Hermann 1980: 251).
Sie beziehen sich auf Pike (1967) in der Feststellung, dass "rein äußerlich gesehen ein Segment endet und ein anderes beginnt, wenn ein deutlicher Aktivitätswechsel [. . .] stattfindet. [. . .] Segmente, welche wesentliche Sinneinheiten darstellen, sind häufig an ihrem Beginn und/oder ihrem Ende durch besondere Aktivitäten markiert, welche anzeigen, dass wesentliche Veränderungen bevorstehen und von welcher Natur das nächste Segment sein wird" (Kallmeyer/Meyer-Hermann 1980: 252, unter Hinweis auf Pike 1967: 76).
Teiltext,
Makrostruktur,
Superstruktur,
Textstruktur,
Textthema,
Kapitel,
Paragraph,
Abschnitt,
Absatz,
textorganisierende Sprachhandlung,
Gesprächslinguistik - Glossar: Sprecherwechsel,
Gesprächsphasen,
Gesprächssequenz,
Gesprächsschritt
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- Bereich der Textlinguistik, in dem die sprachstrukturellen (semantisch-syntaktischen) Strukturen von Texten untersucht werden
- Beschreibung semantisch-syntaktischer Strukturen auf allen sprachlichen Ebenen, ausgehend von der textuellen Einbettung und Bedingtheit sprachstruktureller Einzelphänomene
In der Regel bezieht sich der Begriff Textgrammatik auf Textstrukturen und rein textstrukturelle Phänomene (Textgrammatik im engeren Sinne); manchmal wird der Terminus Textgrammatik jedoch auch verwendet, wenn die Beschreibung sprachlicher Strukturen auf den verschiedenen Ebenen von ihrem Vorkommen in Texten abgeleitet und an Texten/Textabschnitten nachgewiesen wird (Textgrammatik in einem weiteren Sinne).
Zu 1. Textgrammatik im engeren Sinne
Nach Moskalskaja sind die Untersuchungsobjekte der Textgrammatik die transphrastische Einheit (der Mikrotext) und der Gesamttext (Moskalskaja 1984 (1981): 17). Ein großer Teil der textgrammatischen Untersuchungen bezieht sich auf satzgrenzenüberschreitende semantisch-syntaktische Beziehungen in benachbarten Sätzen; globale Textstrukturen und Textsegmente größeren Umfangs, Textgliederungen und Abschnittsübergänge sind einem rein grammatischen Zugriff schwerer zugänglich. Nach Moskalskaja lässt sich der Gesamttext "grundsätzlich nicht grammatisch beschreiben, auch wenn grammatische Merkmale zu seiner ganzheitlichen Strukturierung gehören [. . .]" (16).
Durch transphrastische Untersuchungen wird in der Anfangsphase der textlinguistischen Entwicklung die Satzgrammatik auf eine Satzsequenzgrammatik ausgedehnt. Auf der Satzebene nicht erklärbare sprachstrukturelle Phänomene (z. B. die Verwendung von Proformen und konjunktiven Elementen) veranlassen dazu, syntaktisch-semantische Verknüpfungen benachbarter Sätze zu untersuchen (Heidolph 1966, Isenberg 1974 (1971)). Häufig von satzgrammatischen Modellen (besonders der Generativen Transformationsgrammatik) ausgehend, wird versucht, Kriterien für die "Wohlgeformtheit" von Texten zu entwickeln und eine abstrakte Grammatik und ein Lexikon zu formulieren. Das "Generieren" eines Textes erklärt van Dijk durch bestimmte Operationen; dabei geht er von Tiefenstrukturen der Texte aus (van Dijk 1972), die er später als Makrostrukturen bezeichnet (van Dijk 1980 a, 1980 b).
Harweg untersucht die "pronominale Verkettung" benachbarter Sätze (Harweg 1968: 148). Mit dem Begriff Kohäsion wird die satzgrenzenüberschreitende semantisch-syntaktische Verknüpftheit sprachlicher Ausdrücke (und Propositionen) im Text bezeichnet (Hasan 1968, Halliday/Hasan 1976); Halliday/Hasan führen als Haupttypen der Kohäsion Konjunktionen, Referenz, lexikalische Kohäsion und Substitution an (Halliday/Hasan 1976: 324).
In die vom Textganzen ausgehenden textgrammatischen Überlegungen (globale Strukturen, Textgliederung in Teiltexte, Konstituierung von Übergängen, textsortenspezifische Strukturen) werden thematisch-inhaltliche Zusammenhänge einbezogen, und es werden auch textpragmatische Aspekte berücksichtigt.
Moskalskaja weist in ihrer Textgrammatik darauf hin, dass die Texttypologie und die "Textkomposition", die "Übereinstimmung zwischen den sprachlichen Mitteln und der Textsorte" zu den Untersuchungen des Textganzen gehören (Moskalskaja 1984: 17).
Brinker (1992) nennt als grammatische Bedingungen der Textkohärenz:
- die explizite Wiederaufnahme durch referenzidentische sprachliche Ausdrücke (26 ff),
- die impliziteWiederaufnahme aufgrund semantischer Beziehungen (Kontiguität) zwischen nicht-referenzidentischen sprachlichen Ausdrücken (34 ff).
Brinker weist auf den engen Zusammenhang von grammatischen und thematischen Strukturen hin:
"Die grammatische Verknüpfungsstruktur, insbesondere die Wiederaufnahmestruktur fungiert [. . .] als Trägerstruktur für die thematischen Zusammenhänge des Textes, d. h. sie verweist auf eine andere (´tiefere´) Schicht, die wir als ´thematische Textstruktur´ bezeichnen." (41)
Zu 2. Textgrammatik in einem weiteren Sinne
Der Terminus Textgrammatik wird manchmal bei der Beschreibung textuell bedingter Strukturen auf anderen sprachlichen Ebenen (unterhalb der Textebene) angewandt, z. B. auf der Satzebene (Halliday 1985: 32 ff), auf der Morphemebene (Dressler 1985), auf der Phonemebene bzw. hinsichtlich der Intonation im Text (Brazil 1985).
Weinrich dehnt den Begriff Textgrammatik auf die Beschreibung textuell eingebetteter und textuell erklärbarer Strukturen auf den verschiedenen sprachlichen Ebenen aus:
"Diese Grammatik versteht die Phänomene der Sprache von Texten her, da eine natürliche Sprache nur in Texten gebraucht wird." (Weinrich 1993: 17)
Bei der Darlegung der methodischen Grundlagen für textgrammatische Beschreibungen stellt Weinrich die Prinzipien TEXT und DIALOG anderen Prinzipien voran (17 f).
"Grundeinheit der linguistischen Beschreibung ist [. . .] die KOMMUNIKATIVE DYADE, [. . .]." (18)
Textgrammatik ist für Weinrich "gleichzeitig eine DIALOGGRAMMATIK" (18).
In der "Syntax des Dialogs" beschreibt Weinrich z. B. die "Sprachzeichen" des Dialogkontakts (819 ff), der Affirmation und Negation (861 ff), der Frage und Antwort (878 ff) und Signale der Redewiedergabe (895 ff). Weinrich versteht die von ihm verfasste Textgrammatik als "streng pragmatische Grammatik" bzw. als INSTRUKTIONSGRAMMATIK (18).
Nach dem Prinzip Instruktion geben für Weinrich Sprachzeichen ANWEISUNGEN, wie ein Text verstanden werden soll (18).
Nach dem Prinzip Merkmal kann jeder grammatische Begriff durch die spezifische Verbindung SEMANTISCHER MERKMALE definiert werden (19), von denen Weinrich 30 Oppositionspaare anführt, denen jeweils ein neutrales Merkmal beigeordnet ist (1081 ff).
"Die semantischen Merkmale sind Bausteine der Grammatik. Sie stellen einfache (»atomare«) Anweisungen dar, die der Sprecher dem Hörer im Sprachspiel erteilt [. . .]." (1081)
So ist z. B. bei der Opposition (BEKANNT) vs. (UNBEKANNT) das neutrale Merkmal (REFERENZ) (1083).
Durch das semantische Merkmal (BEKANNT) wird die Anweisung gegeben, nach Vorinformation zu suchen. So hat z. B. der anaphorische/bestimmte Artikel der, die, das nach Weinrich neben dem Merkmal (BESTIMMBAR) auch das semantische Merkmal (BEKANNT); durch seine Verwendung wird die Anweisung gegeben, nach Vorinformation zu suchen (410).
Nach Weinrich beruht Textualität "weitgehend auf Klammerbildungen im Text" (23).
"Eine TEXTKLAMMER besteht zwischen einem klammereröffnenden und einem klammerschließenden Element, zwischen denen maximal so viele andere Sprachzeichen Platz finden können, wie das Kontextgedächtnis jeweils speichern kann." (23)
Weinrich unterscheidet drei Klammerausdrücke:
- die Verbalklammer (z. B. habe . . . gearbeitet, geht . . . aus),
- die Nominalklammer (z. B. ein . . . Dorf, die . . . Stadt),
- die Adjunktklammer (z. B. weil . . . kommt, was . . . geschieht).
"Alle Formen der Textklammer bauen beim Hörer mit dem klammereröffnenden Sprachzeichen eine Erwartung auf, die erst mit dem klammerschließenden Sprachzeichen erfüllt wird." (23)
,
textintern,
Textgliederung,
Transphrastik,
Kohäsion,
Wiederaufnahme,
Kontiguität,
Textkonstitution,
Textkonstituenten,
Proform,
Textphorik
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Gesamtheit der Informationen eines Textes
Nach Brinker bezeichnet der Begriff Textinhalt "den auf einen oder mehrere Gegenstände (d. h. Personen, Sachverhalte, Ereignisse, Handlungen, Vorstellungen usw.) bezogenen Gedankengang eines Textes [. . .]" (Brinker 1992: 51).
Den Kern des Textinhalts bezeichnet Brinker als das Textthema (21), das zum Gesamtinhalt des Textes entfaltet wird (56), der "Gesamtinformation", dem "Ergebnis eines Ableitungsprozesses" (2O f).
Textthema
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aus Texten selbst erklärbar
Als textintern werden - im Gegensatz zu textextern - alle Komponenten bezeichnet, die ohne Rückgriff auf die (außersprachliche) Kommunikationssituation aus dem Text selbst erklärbar sind und die Struktur des Textes bestimmen. Dazu gehören z. B. Beziehungen, wie sie zwischen Proformen und den Wörtern und Wortgruppen hergestellt werden, auf die sich die Proformen beziehen.
"Ein Text wäre danach, textintern gesehen, ein komplexes sprachliches Zeichen, das nach den Regeln des Sprachsystems (langue) gebildet ist." (Gülich/Raible 1977: 47)
Gülich/Raible führen als textinterne Faktoren an: "[. . .]
- Text als Phänomen der Langue im Gegensatz zu Text als Phänomen der Parole
- Text als hierarchisches Gebilde
- aszendent definierte Hierarchie
- deszendent definierte Hierarchie
- Rolle des Satzes maßgeblich
- Rolle der Metakommunikation im Text
- Berücksichtigung der Relationen
- Unterscheidung zwischen Relationen und Referenz/Deixis
- verweisende (und verknüpfende) Relationen
- verknüpfende Relationen
- Differenzierungskriterien für Textsorten" (58/59).
Die Kriterien der Textualität sind textextern und textintern zu erfassen, ebenso die Kriterien zur Differenzierung von Textsorten.
textextern,
textzentriert,
verwenderzentriert,
Textgrammatik,
Proform,
Textphorik,
Referenzbeziehungen,
Textisotopie,
Kohäsion,
Textualität
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Textkonsistenz aufgrund semantischer Äquivalenz von Lexemen in einem Text
Isotopien werden vor allem auf der semantischen Ebene untersucht (Greimas 1971) und bezeichnen dann das wiederholte Auftreten semantischer Merkmale in lexikalischen Einheiten eines Textes.
Durch Semrekurrenz entstehen Isotopieketten. Ein Text ist semantisch (auch) ein Gefüge von Isotopieebenen. "Lexeme, die in einem Text über ein gemeinsames, rekurrent-dominantes Merkmal verknüpft sind, konstituieren eine Isotopieebene. Eine Isotopieebene kann immer dann angenommen werden, wenn wenigstens zwei Lexeme diese Voraussetzung erfüllen." (Kallmeyer u. a. 1974: 149)
Rastier (1974) stellt den Isotopien auf semantischer Ebene, den "Inhaltsisotopien" (159), Isotopien auf anderen Ebenen gegenüber, z. B. auf der phonologischen Ebene (durch Alliteration oder Reim) (152). Rastier, der Isotopie als "fundamentalen Begriff" der Textanalyse ansieht, unterscheidet sememische (oder horizontale) Isotopien (160 ff) von metaphorischen (oder vertikalen) Isotopien (166 ff).
Agricola hat bestimmte Verfahren entwickelt, um über Isotopieketten das Textthema erschließen zu können (Agricola 1983: 23O ff).
Die Dominanz bestimmter Arten von Isotopieketten ist auch textsortenabhängig; so sind prototypische Elemente dominanter Isotopien in narrativen Texten z. B. Bezeichnungen der Handlungsträger.
Wiederaufnahme,
Textsemantik,
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Textgrammatik (2)
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Textsorten,
Texttypologie
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Kohärenz
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Kohäsion
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Anordnung von Textsegmenten (unterschiedlichen Umfangs) zur textsortenspezifischen Entfaltung von Textthemen in globalen Textstrukturen
Entsprechend der intendierten Textfunktion wird der kompositorische Aufbau eines Textes auf der Grundlage des Textmusterwissens texsortenspezifisch organisiert. Wie Isenberg (1976: 143) unterscheidet auch Agricola schon frühzeitig die Textkomposition von der sequentiellen Textkonstitution.
"Die hierarchische T e x t k o m p o s i t i o n s s t r u k t u r ist außersprachlich begründet und von Sprecherintention und -strategie, von Gattung, Genre und Thema abhängig; sie spiegelt sich wieder in der makrostrukturellen linearen Ordnung und den Positionswerten der Kompositionseinheiten (d. h. bestimmten Textemfolgen als ´Gedankenschritte´, ferner in Absätzen, Abschnitten, Kapiteln und anderen Subtexten)." (Agricola 1977: 15)
Der Aufbau der Textkompositionsstruktur wird durch die Textfunktion geleitet. Texte verschiedener Textsorten werden aufgrund ihrer unterschiedlichen Funktionen in der Kommunikation unterschiedlich "komponiert". So steht z. B. bei dem prototypischen Aufbau eines argumentativen Textes in der Einleitung die Formulierung des strittigen Problems, in der Einleitung eines explikativen Textes die Darstellung des erklärungsbedürftigen Sachverhalts. Im Hauptteil der Argumentation ist in der Regel die Ausgangsthese zu finden (mit Teilthesen, Begründungen, Belegen, Schlussfolgerungen usw.), im Hauptteil der Explikation die Darlegung der Anfangs- und/oder Randbedingungen des Sachverhalts (mit der Formulierung allgemeiner Gesetzmäßigkeiten, logischer Ableitungen, Abgrenzungen von ähnlichen Sachverhalten usw.). Stärkere (strukturelle) Übereinstimmungen lassen sich häufig im Schlussteil feststellen: allgemeine Schlussfolgerungen, Zusammenfassungen von Ergebnissen.
Elemente der Textkomposition sind bei vielen Texten außer den abgegrenzten Einleitungs- und Schlussteilen auch Texttitel, Textrahmen, textorganisierende Äußerungen. Die Textkomposition ist (wie die Textgliederung) manchmal stark konventionalisiert (z. B. in Eröffnungs- und Schlussformeln).
Bei der Textkomposition wird das Prinzip der Wiederaufnahme nicht nur in einzelnen Ausdrücken realisiert, sondern manchmal auch durch strukturelle Parallelführung von Textsegmenten. In diesen Fällen lenkt die Wiederaufnahme von Teilstrukturen (mit und ohne Varianten) die Themenentfaltung und gliedert deutlich die globale Struktur. Das gilt besonders für (nur) mündlich übermittelte Texte, für Liedtexte und Gedichte. Eine Gliederung in Strophen (mit und ohne Refrain/Chorus) oder eine Wiederholung bestimmter Formulierungen in der Einleitung einzelner Abschnitte stabilisiert die Textstruktur und erleichtert das Einprägen der Texte.
Strategiemuster,
Superstruktur,
Textmuster,
Textmusterwissen,
Textgliederung,
Texttitel,
Textrahmen,
textorganisierende Sprachhandlung
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Konnektor
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Konnektor
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Konnexion
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sprachliche Einheiten, die einen Textzusammenhang herstellen
Textkonstituenten sind Elemente in einem Text, zwischen denen (textintern) syntaktisch-semantische Beziehungen bestehen oder die sich (textextern) auf die Situationen beziehen, in denen der Text verwendet wird. Textintern verweisen z. B. Proformen auf andere sprachliche Ausdrücke und stellen als Textkonstituenten Kohäsion auf der Textoberfläche her. Textextern können situationsdeiktische Ausdrücke auf Elemente der Kommunikationssituation verweisen.
"Die Strukturteile erscheinen in immer wieder neuen Kombinationen und sind so erfassbar. Diese Teilphänomene sind [. . .] nicht von vornherein gegeben, sondern sie sind a n a l y t i s c h erschlossene Einheiten. Da sie zur Textbildung verwendet werden, bezeichnen wir sie auch als Textkonstituenten." (Kallmeyer u. a. 1974: 45)
Textkonstituenten sind erst durch ihre Integration in den Text semantisch eindeutig, als isolierte Wörter und Wortgruppen sind sie mehrdeutig (51 f).
Textkonstitution,
Kohäsion,
Proform,
Rekurrenz,
Referenzbeziehungen,
Textphorik,
situationsdeiktische Ausdrücke,
textuelle Bedeutung,
Ambiguität
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Aufbau eines Textes; Verwendung von Textkonstituenten zur Textbildung
Die Verwendung des Begriffs Textkonstitution signalisierte ursprünglich, dass textstrukturelle Aspekte in den entsprechenden Untersuchungen im Vordergrund standen, nicht textpragmatische. Als Textkonstitution wurde in der Anfangsphase der textlinguistischen Entwicklung (und wird z. T. auch in der Gegenwart) der semantisch-syntaktische Aufbau eines Textes bezeichnet.
Nach Harweg erfolgt Textkonstitution durch "syntagmatische Substitution", durch "pronominale Verkettung" (Harweg 1968: 2O ff, 148). Isenberg stellt bei der Textkonstitution als syntaktisch-semantische Verknüpfungsmöglichkeiten bestimmte Vertextungstypen fest (Isenberg 1974 (1971): 98 f). Nach Halliday/ Hasan wird ein Text textintern über Kohäsionsmittel konstituiert (Halliday/Hasan 1976: 324), wobei Endophora (Anapher und Katapher) eine wichtige Rolle spielen (31 ff). Isenberg unterscheidet Ausdrücke, die satzgrenzenüberschreitend-verknüpfend und situationsdeiktisch verwendet werden können (z. B. hier), von solchen Ausdrücken, die nur satzgrenzenüberschreitend-verknüpfend gebraucht werden können (z. B. folglich) (Isenberg 1977: 130 f).
1996 unterscheidet Brinker - den grammatischen, thematischen und pragmatischen Kohärenzbedingungen entsprechend - die grammatische, die thematische und die pragmatische Textkonstitution (Brinker 1996 c: 1516); er geht damit über die Beschränkung des Begriffs Konstitution auf die Beschreibung sprachstruktureller Phänomene hinaus.
Die grammatische Textkonstitution erfasst nach Brinker die syntaktisch-semantischen Bedingungen der Kohärenz. Beide "Formen textueller Kohärenz", das Rekurrenz- und das Konnexionsprinzip, könnten explizit oder implizit realisiert werden (1516).
Im Gegensatz zur grammatischen Textkonstitution seien die Bedingungen der thematischen Textkonstitution "erst ansatzweise" erforscht (1521). Für Brinker besteht die Beschreibung der thematischen Textkonstitution vor allem in der "systematischen Darstellung der Bedingungen thematischer Textkohärenz" (1519).
"Der Terminus ´thematische Textkohärenz´ bezieht sich auf den thematisch-kognitiven Zusammenhang, den der Text zwischen den in Sätzen ausgedrückten Sachverhalten (Propositionen) herstellt." (1519)
Im Zusammenhang mit seinen Überlegungen zur pragmatischen Textkonstitution stellt Brinker dem (auf modularem Verständnis basierenden) Illokutionskonzept (Motsch/Viehweger 1991, Motsch 1996 a, 1996 b) den (integrativen) textfunktionalen Ansatz (Große 1976, Brinker 1983, 1992 (1985)) gegenüber, der dem Text als Ganzem Handlungsqualität zuspricht.
"Die Textfunktion ist als übergeordnetes Konstitutionsprinzip zu betrachten, da sie - zusammen mit Faktoren der Kommunikationssituation - die Ausprägung der Textstruktur sowohl in grammatischer als auch in thematischer Hinsicht in hohem Maße beeinflusst [. . .]." (Brinker 1996 c: 1524)
Textkonstituenten,
Textgrammatik,
Kohäsion,
syntagmatische Substitution,
Vertextungstypen,
Endophora,
Exophora,
situationsdeiktische Ausdrücke,
Textthema,
Textpragmatik,
Kohärenz