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- 450 Jahre Giordano Bruno -

Katrin Buchholz

Bruno an den europäischen Höfen:
London



Foto der Ausstellungstafel (31 KB, zurück mit dem "Back-Button")

Biographie Elisabeths I.:

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Das "Darnley" Portrait, entstanden vermutlich 1575, von Federigo Zuccaro

Elisabeth wurde am 7. September 1533 als Tochter Anna Boleyns und Heinrichs VIII. geboren. Während der Regierungszeit ihrer Halbschwester Maria (1553-1558), die die anglikanische Staatskirche ablehnte, wurde Elisabeth zum Sammelpunkt der Opposition. 1554 wurde sie als Gefangene in den Tower gebracht, weil man sie an einer Verschwörung beteiligt glaubte, die auf Marias Sturz zielte.
In ihrer Regierungszeit (1558-1603) versuchte sie, die konfessionelle Zerrissenheit zu beenden und einen mittleren Weg zwischen dem orthodoxen Katholizismus und der calvinistischen Reform zu finden. Seitens der Radikalen beider Konfessionen erregte sie damit Mißachtung und wurde als "Ketzerin" bzw. "Papistin" beschimpft.
Zentrum einer sich seit 1580 bildenden katholischen Opposition war Maria Stuart, die das Parlament, nach mehrmaligem Zögern Elisabeths, 1587 hinrichten ließ. Mit dem Elisabethanischen Zeitalter ist besonders die kulturelle Ausstrahlung Englands auf Europa im Bereich der Literatur, Musik und Kunst verbunden. Elisabeth starb 1603 im Alter von 69 Jahren.

"Queen Elizabeth and the Three Goddesses" als allegorisches Gemäde

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"Queen Elizabeth and the Three Goddesses", entstanden 1569, vermutlich von Joris Hoefnagel

"Queen Elizabeth and the Three Goddesses" ist das frühste allegorische Gemälde von Königin Elisabeth.
Eine lateinische Inschrift auf dem Rahmen beschreibt die Niederlage der drei Göttinen Juno, Pallas Athene und Venus gegenüber Elisabeth. Ihre Eigenschaften liegen symbolisch auf dem Boden: ein Zepter, ein Köcher für Pfeile und Rosen. Die drei Göttinen werden nicht als Rivalinnen dargestellt, sondern als Einheit. Die eigentliche Polarität liegt zwischen Elisabeth und Venus, die Göttin der Liebe, die den römischen Liebesgott Cupid umarmt. Juno (die auch als Brautführerin verehrt wurde) in der Bildmitte, ist die Rolle der Vermittlung zugeschrieben. Das Bild wird daher nicht angesehen als Huldigung einer triumphierenden "jungfräulichen" Königin, sondern einer Herrscherin, von der erwartet wurde, daß sie noch heirate. Trotz jahrelangem Drängen der Staatsräte, die die Frage der Nachfolge geklärt wissen wollten, blieb Elisabeth jedoch unverheiratet.

Im Frühjahr 1583 verließ Giordano Bruno Paris, um sich nach England zu begeben. Nach einem vergeblichen Versuch, an der Universität Oxford zu lehren, wohnte Bruno bis zum Spätsommer oder Herbst 1585 im Hause des französischen Botschafters in London. Diese Zeit kann als die produktivste Phase in Brunos Leben bezeichnet werden. Dort entstanden seine sechs italienischen Dialoge u.a. "Das Aschermittwochsmahl", in dem possenhaft-satirische, realistische, philosophische und wissenschaftliche Elemente nebeneinander gestellt werden. Die englische Königin Elisabeth I. hat Bruno mit großer Wahrscheinlichkeit persönlich kennengelernt. Er preist sie als eine einzigartige und einmalige Frau, die an Namen und Würde keinem König nachsteht und die es mit jedem, der auf Erden ein Zepter trägt, an Verstand, Weisheit, Rat und Regierung aufnehmen kann.

Autorin: Katrin Buchholz

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Last updated: 28.April 1998