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B L A N K V E R S E A U S W I E P E R S D O R F
PARK & WASSERHEIDE
DIE
Linde reicht der Eiche einen Finger.
Die schön verzweigten Blätter rührt
der Wind.
Die grüne Gänsehaut vor blauem Himmel
ergreift auch mich und den entwöhnten
Rücken.
Man sieht das Rauschen in den hohen Bäumen.
Die Parkanlage scheitelt mein Gemüt.
*
Die Unkenrufe
aus dem Märchenwald
berufen sich auf meine Gänsehaut.
Ein Reiher überfliegt im Park den Weiher.
*
Das Ufer lacht,
die Lippe spiegelt sich.
Kalmus und Schwertel paaren sich im See.
*
Die
Parkfiguren sind schon aus dem Häuschen.
Sie stehen frei und stumm im Sonnenlicht.
Der Götterhimmel hat sich schön
belaubt.
Die Vögel werfen ihre Eierschalen
aus den belebten Nestern ihrer Brut.
*
Der
Westwind bläst die Nester von den Bäumen.
Die Vögel sind schon flügge, und
das Nest
wird allzuleicht die Beute eines Hauchs.
Die Gabelweihe segelt vor dem Wind.
*
Die Eichen
grünen in den blauen Himmel.
Dort unsichtbar und gelb ruft der Pirol.
Er ruft nach mir und baut sein Nest im Ohr.
*
Die Hängebuche
bildet eine Laube,
in der ein Liebespaar verborgen ist.
*
Die
Glockenblumen läutern meine Augen,
die halbe Schale eines Amseleis
behütet meinen Finger wie ein Hut.
*
Die
Schwäne gründeln auf dem Grund des Teichs.
Der Käfer auf dem Rücken nach dem
Fall
aus Leibeskräften dirigiert das All.
In Schwefelringen um die Pollenpfütze
läuten die Unken aus dem Märchenwald.
*
Die Skaterinnen
stöckeln durch den Kies
so unbeholfen, stolpern auf dem Weg.
Als Engel flogen sie durchs flache Land,
auf asphaltierten Wegen durch den Wald.
*
LEDA
Die Regentropfen auf geweihter Fläche
des Wasservierecks einer runden Erde.
Begriffen hat der Weiher seinen Stein.
Das stille Wasser und die halben Kreise.
Die Frösche quaken, und die Wasserwellen
verraten, wo der Frosch verborgen ist.
Die Binsen stehen in geweihtem Wasser.
Die Lindenzweige nahen sich dem Glas,
sie stoßen mit den Blüten an den
Spiegel.
Die Schwertel grüßt vom Ufer den
Pirol.
Der pfeift aus dem verborgenen Versteck.
Die Schwäne peitschen auf das dunkle
Wasser.
Mit e i n e m Flügel
kommen sie nicht hoch.
Zum Starten ist der Weiher viel zu klein.
Im Wasserspiegel säubert sich der Gott
für Leda, die ihn gleich empfangen wird.
Den Gott umringt lebendiger Heiligenschein.
Die schwarzen Wellen spiegeln sich im Flint.
Zufrieden schwimmt ein Schwan auf seinem See
mit e i n e m Fuß
und e i n e m Sonnensegel.
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